PrepGear Wir schüren keine Angst. Wir rechnen.

Redaktion PrepGear – unabhängige Recherche, ohne Labor und ohne eigene Produkttests. Jede Zahl hat eine Quelle oder ist als eigene Schätzung gekennzeichnet; Rechenwege und womit wir Geld verdienen, stehen in der Methodik.

Wie oft lädt eine Powerbank das Handy wirklich?

Auf dem Gehäuse steht „20.000 mAh“, im Handy „4.500 mAh“. Geteilt ergibt das über vier Ladungen; in der Praxis sind es etwa drei. Die Zahl auf dem Gehäuse beschreibt die Zellen bei 3,7 V, das Handy lädt aber über einen 5-V-Anschluss – das Anheben der Spannung, das Kabel und die Ladeschaltung im Handy verbrauchen ungefähr ein Viertel. Unten rechnen wir aus, was übrig bleibt, und sagen bei jeder Zahl, ob sie von außen stammt oder von uns.

Was möchten Sie berechnen?

Diese Zahl kennt kaum jemand auswendig. Sie steht im Datenblatt des Herstellers – auf der Produktseite unter „Akku“ oder „Akkukapazität“; bei Android meist auch im Gerät unter Einstellungen → Akku beziehungsweise Geräteinformationen, je nach Hersteller. Das iPhone zeigt in den Einstellungen nur den Batteriezustand in Prozent, nicht die mAh. Grobe Orientierung, unsere Annahme und keine Messung: kompakte Modelle liegen etwa bei 3.000–4.000 mAh, übliche Smartphones bei 4.000–5.000, große Modelle bei bis zu rund 5.500. Finden Sie Ihre Zahl nicht, bleiben Sie bei den voreingestellten 4.500 mAh und lesen Sie das Ergebnis als Näherung – je weiter Ihr Akku von diesem Wert entfernt ist, desto weiter liegt auch die Zahl der Ladungen daneben.

3,2 Ladungen

So viele volle Ladungen eines Handys mit 4.500 mAh liefert eine Powerbank mit 20.000 mAh bei 75 % Wirkungsgrad.

Auf dem Gehäuse: Zellen bei 3,7 V
74 Wh
Kommt beim Handy an, bei 75 % Wirkungsgrad
55,5 Wh
Handy-Akku bei 3,85 V
17,3 Wh
Naives Teilen: mAh durch mAh
4,4 Ladungen

Flugzeug: 74 Wh ≤ 100 Wh – im Handgepäck ohne Genehmigung der Airline erlaubt.

Für die Luftfahrtregeln ist eine Powerbank eine „Ersatzbatterie“: Sie fliegt nur im Handgepäck, nie im aufgegebenen Gepäck – unabhängig von der Kapazität. Die Grenzen der IATA: ≤ 100 Wh im Handgepäck ohne Genehmigung; 100–160 Wh nur mit Genehmigung der Airline, höchstens zwei Stück; > 160 Wh nicht erlaubt. Ausführlich – wohin sie im Handgepäck gehört, wie viele erlaubt sind und was die Airline zusätzlich verlangen kann – im Abschnitt Powerbank im Flugzeug.

Wie viele Wattstunden und Ladungen hat eine Powerbank mit 10.000 oder 20.000 mAh?

Die gängigen Größen, umgerechnet mit derselben Rechnung wie oben: Wattstunden sind mAh × 3,7 V ÷ 1000, und bei 75 % Wirkungsgrad kommt davon beim Handy nur der Teil an, der in der dritten Spalte steht. Die Ladungen gelten für einen Handy-Akku mit 4.500 mAh; mit Ihrer eigenen Zahl rechnet der Rechner oben.

Powerbank-Größen in Wattstunden und Handy-Ladungen (eigene Rechnung)
Auf dem Gehäuse Wattstunden Kommt beim Handy an Ladungen Flugzeug
5.000 mAh 19 Wh 14 Wh 0,8 erlaubt, ohne Genehmigung
10.000 mAh 37 Wh 28 Wh 1,6 erlaubt, ohne Genehmigung
20.000 mAh 74 Wh 56 Wh 3,2 erlaubt, ohne Genehmigung
26.800 mAh 99 Wh 74 Wh 4,3 erlaubt, ohne Genehmigung
30.000 mAh 111 Wh 83 Wh 4,8 nur mit Genehmigung

Die Zeile mit 5.000 mAh erklärt einen häufigen Fehlkauf: Eine so kleine Powerbank füllt ein heutiges Handy nicht einmal ein einziges Mal ganz. Am oberen Ende steht 26.800 mAh so oft in den Katalogen, weil diese Kapazität knapp unter der Grenze von 100 Wh liegt, ab der die Airline zustimmen muss. Die mAh-Zahl ist die Angabe des Herstellers, alles daneben ist unsere Umrechnung – gemessen haben wir nichts.

Powerbank im Flugzeug: 100 Wattstunden, Handgepäck und was die Airline verlangt

Die Grenze ist in Wattstunden formuliert, nicht in Milliamperestunden – deshalb ist die Umrechnung oben die halbe Antwort. Für die Luftfahrtregeln gilt eine Powerbank als Ersatzbatterie: Im Merkblatt der IATA für Passagiere heißt es, Gegenstände, deren Hauptzweck es ist, andere Geräte mit Strom zu versorgen – „e.g. power banks“ –, würden als Ersatzbatterien behandelt und seien „restricted to carry-on baggage only“, also nur im Handgepäck erlaubt. Das Luftfahrt-Bundesamt schreibt dasselbe auf Deutsch: „Lose Lithiumersatzbatterien (power banks) sind im aufgegebenen Gepäck verboten und dürfen nur im Handgepäck mitgenommen werden.“ Die Powerbank gehört also in die Kabine und nicht in den Koffer, den Sie am Schalter abgeben – unabhängig von der Kapazität.

  • Bis 100 Wh (nach unserer Umrechnung etwa 27.000 mAh): im Handgepäck, ohne Genehmigung der Airline. Die IATA begrenzt die Zahl der Ersatzbatterien dieser Klasse auf 20 Stück pro Person; mehr kann die Airline genehmigen.
  • Über 100 bis 160 Wh (etwa 43.200 mAh): nur mit Genehmigung der Airline und nur im Handgepäck, höchstens zwei Ersatzbatterien pro Person.
  • Über 160 Wh: im Passagierflugzeug nicht erlaubt, nur als Fracht nach den Gefahrgutvorschriften.

Wohin damit im Handgepäck? Die IATA verlangt, dass Ersatzbatterien einzeln gegen Kurzschluss geschützt sind: in der Originalverpackung, mit isolierten beziehungsweise abgeklebten Kontakten oder jede einzeln in einer Tüte oder Schutzhülle. Bei einer Powerbank mit USB-Buchsen liegen die Kontakte im Gehäuse; ein Beutel, in dem sie zusammen mit Münzen, Schlüsseln und einem losen Kabel liegt, ist trotzdem der falsche Platz – das ist unsere Lesart der Regel, nicht ihr Wortlaut.

Und die Regeln der einzelnen Airline? Die geben wir hier nicht wieder. Die IATA schreibt selbst, Passagiere sollten ihre Airline vor der Reise fragen, weil diese zusätzliche Einschränkungen festlegen kann („they may impose additional restrictions“); über die Genehmigung zwischen 100 und 160 Wh entscheidet ohnehin das Luftfahrtunternehmen. Lesen Sie also die Gefahrgut-Hinweise Ihrer Airline – bei Flügen außerhalb der EU zusätzlich die Vorschriften des Ziellandes.

Quellen: IATA, Passengers travelling with lithium batteries (PDF, Revision 3, wirksam ab Februar 2019), und Luftfahrt-Bundesamt, Elektronische Geräte mit Lithium-Batterien; beide abgerufen am 27.09.2026. Die mAh-Zahlen in Klammern sind unsere Umrechnung mit 3,7 V – die Regeln selbst nennen nur Wattstunden.

Woher die Zahlen stammen

Aus vier Konstanten. Bei jeder schreiben wir dazu, woher sie stammt – zwei haben eine Quelle, zwei sind unsere Annahme.

3,7 V – Spannung der Zelle Quelle
Hersteller von Lithium-Ionen-Zellen geben eine Nennspannung von 3,6–3,7 V an (Battery University, BU-205). Die mAh-Zahl auf dem Gehäuse ist die Summe der Zellkapazitäten bei genau dieser Spannung, also Wh = mAh × 3,7 ÷ 1000.
3,85 V – Spannung des Handy-Akkus unsere Annahme
Auf den Etiketten heutiger Handy-Akkus steht 3,85–3,87 V, nicht 3,7. Eine einzelne Quelle, auf die wir uns berufen könnten, haben wir nicht – das ist von Etiketten abgelesen. Der Unterschied zu 3,7 V macht vier Prozent des Ergebnisses aus.
75 % – Wirkungsgrad beim Laden unsere Annahme
Energie geht an drei Stellen verloren: im Wandler, der 3,7 V auf 5 V anhebt (beim Schnellladen noch höher), im Kabel und in der Ladeschaltung des Handys. In der Branche ist von 65–85 % die Rede. Ein Bericht aus der Ukraine ( rbc.ua), wo Stromausfälle Alltag sind, nennt sinngemäß etwa 60 % der angegebenen Kapazität als Planungswert: Von 20.000 mAh kommen rund 12.000 mAh in den Handys an; in Wattstunden entspricht das einem Wirkungsgrad von etwa 62 % – also ungefähr unsere vorsichtige Option (65 %). 75 % ist die Mitte der Branchenspanne und unsere Wahl, keine Messung; im Formular können Sie sie ändern.
100 / 160 Wh – Grenzen im Flugzeug Quelle
Tabelle der IATA für Passagiere ( Passengers travelling with lithium batteries, PDF): Ersatzbatterie bis 100 Wh – Handgepäck ohne Genehmigung; über 100 bis 160 Wh – nur mit Genehmigung der Airline und höchstens zwei Stück; über 160 Wh – nur als Fracht. Bei 3,7 V sind das etwa 27.000 und 43.200 mAh – daher die „26.800 mAh“ in den Katalogen: knapp unter der Grenze.

Was dieser Rechner nicht berechnet

Kälte. Battery University ( BU-502) gibt als Faustregel an, dass ein Akku, der bei 27 °C 100 % abgibt, bei −18 °C typischerweise nur noch etwa die Hälfte liefert. Wir rechnen für Raumtemperatur.

Alterung der Zellen – eine zwei Jahre alte Powerbank gibt weniger ab als eine neue; wie viel, hängt vom Exemplar ab. Pass-through-Laden (gleichzeitiges Laden und Entladen: die Powerbank lädt das Handy, während sie selbst geladen wird). Laptops – ob die Powerbank einen Laptop überhaupt lädt, entscheidet die USB-C-Power-Delivery-Leistung aus dem Datenblatt, nicht die Kapazität; dieser Rechner prüft das nicht. Die Ladezeit der Powerbank selbst bleibt außen vor – bei wiederkehrenden Stromausfällen kann sie wichtiger sein als die Kapazität.

Wir haben keine Powerbank selbst vermessen und keine reale Kapazität nachgeprüft. Die Zahl auf dem Gehäuse ist die Angabe des Herstellers; wir rechnen sie nur ehrlich um.

Häufige Fragen

Warum lädt eine Powerbank mit 20.000 mAh ein Handy mit 5.000 mAh nicht viermal?

Weil 20.000 mAh die Zellen bei 3,7 V beschreiben, also 74 Wh. Nach den Verlusten beim Anheben der Spannung auf 5 V, im Kabel und in der Ladeschaltung des Handys (wir rechnen mit 75 %) bleiben etwa 56 Wh. Ein Akku mit 5.000 mAh bei 3,85 V hat rund 19 Wh – daraus ergeben sich 2,9 Ladungen, nicht vier.

Darf eine Powerbank mit 20.000 mAh ins Flugzeug?

Ja. 20.000 mAh sind etwa 74 Wh, und nach der IATA-Tabelle dürfen Ersatzbatterien bis 100 Wh (etwa 27.000 mAh) ohne Genehmigung der Airline ins Handgepäck. Von 100 bis 160 Wh – zum Beispiel 30.000 mAh, also 111 Wh – brauchen Sie die Genehmigung der Airline, und es gilt eine Grenze von zwei Stück. Über 160 Wh fliegt eine Powerbank im Passagierflugzeug gar nicht. Ins aufgegebene Gepäck gehört keine Powerbank – unabhängig von der Kapazität.

Welche Powerbank brauche ich – wie viel mAh sollte sie haben und worauf sollte man achten?

Das hängt nur davon ab, wie oft sie das Handy laden soll. Für 3 volle Ladungen eines Handys mit 4.500 mAh brauchen Sie bei 75 % Wirkungsgrad rund 19.000 mAh auf dem Gehäuse – deshalb ist die übliche Größe von 20.000 mAh für diesen Bedarf die passende. Eine „gute“ Kapazität gibt es nicht: Eine Powerbank mit 10.000 mAh reicht nach unserer Rechnung für 1,6 Ladungen und passt in die Jacke, eine mit 20.000 mAh wiegt mehr und kommt auf 3,2. Rechnen Sie Ihren Fall oben im Modus „Ich brauche N Ladungen“ nach. Worauf Sie neben der Kapazität achten sollten: auf die Wattstunden, weil die Flugregeln in Wattstunden formuliert sind, auf die Watt am Ausgang, wenn auch ein Laptop geladen werden soll, und auf die Frage, ob eine große oder zwei kleine besser passen – die Antworten dazu stehen weiter unten in dieser Liste.

Wie viel Watt braucht eine Powerbank – und reicht sie für einen Laptop?

Watt und Wattstunden sind zwei verschiedene Angaben: Die Watt geben an, wie schnell geladen wird, die Wattstunden, wie oft. Dieser Rechner berechnet die Menge, nicht die Geschwindigkeit – die Watt am Ausgang (bei USB-C die Power-Delivery-Leistung) stehen im Datenblatt des Herstellers. Für ein Handy genügt nach unserer Einschätzung jede handelsübliche Powerbank; auf die Watt kommt es erst bei einem Laptop an, der über USB-C geladen wird. Für den Stromausfall ist die wichtigere Zahl die Kapazität.

Verringert Kälte die Kapazität einer Powerbank?

Ja. Battery University (BU-502) gibt als Faustregel an, dass ein Akku, der bei 27 °C 100 % seiner Kapazität abgibt, bei −18 °C typischerweise nur noch etwa 50 % liefert. Der Rechner rechnet für Raumtemperatur. Tragen Sie die Powerbank im Winter in der Innentasche und laden Sie das Handy im Warmen, nicht draußen in der Kälte.

Was ist besser: eine große Powerbank oder zwei kleine?

Zwei mit je 10.000 mAh geben genauso viel Energie ab wie eine mit 20.000 – aber wenn eine ausfällt oder verloren geht, stehen Sie nicht ganz ohne da, und eine kann laden, während die andere arbeitet. Eine große ist pro Wattstunde meist günstiger. Ab etwa 27.000 mAh (100 Wh) fällt eine einzelne Powerbank in den Bereich, in dem die Airline zustimmen muss. Das ist unsere Einschätzung, keine Messung.

Wie rechne ich mAh in Wh um?

Wh = mAh × 3,7 ÷ 1000. Eine Powerbank mit 20.000 mAh hat also 74 Wh, eine mit 10.000 mAh 37 Wh. Die Wattstunden stehen oft klein auf der Rückseite des Gehäuses; fehlen sie, rechnen Sie so um – genau das tut dieser Rechner. Die Grenzen für das Flugzeug sind in Wh formuliert, nicht in mAh.

Wie es weitergeht

Wie viele Wattstunden der ganze Haushalt für 10 Tage braucht – der Vorratsplaner. Leistung, Solarertrag, Akku und Wechselrichter – alle Rechner. Wie lange das Handynetz ohne Strom hält und ob eine Powerbank auch den Router versorgen kann – Handynetz und Internet bei Stromausfall. Warum ins Notgepäck eine Powerbank gehört und keine Powerstation, mit dem Gewicht jeder Zeile der BBK-Liste – Notfallrucksack: Checkliste des BBK. Woher unsere Zahlen stammen und wie die Reihenfolge der Produkte entsteht – die Methodik.