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Redaktion PrepGear – unabhängige Recherche, ohne Labor und ohne eigene Produkttests. Jede Zahl hat eine Quelle oder ist als eigene Schätzung gekennzeichnet; Rechenwege und womit wir Geld verdienen, stehen in der Methodik.

Notfallrucksack packen: die Checkliste des BBK – und was der Inhalt wiegt

Ein gepackter Rucksack steht auf einer Personenwaage, daneben liegen Wasserflaschen, eine Decke, eine Taschenlampe und ein Umschlag mit Dokumenten

Was in einen Notfallrucksack gehört, ist keine Geschmacksfrage: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) nennt den Inhalt in seiner Checkliste unter dem Stichwort Notgepäck, und die Listen im Netz geben fast alle diese eine Liste wieder. Gedacht ist sie für den Fall, dass Sie Ihre Wohnung schnell verlassen müssen und ein paar Tage anderswo unterkommen; das BBK rechnet dabei mit Verpflegung für zwei Tage.

Eine Zahl nennt keine dieser Listen: wie schwer das alles ist. Deshalb steht sie hier. Wir haben für jeden Punkt der Liste ein Gewicht zusammengetragen – aus Herstellerangaben, amtlichen Werten und, wo beides fehlt, aus einer gekennzeichneten eigenen Schätzung – und das Volumen geschätzt: für eine erwachsene Person kommen rund 9,6 Kilogramm und knapp 30 Liter zusammen. Nicht das Gewicht wird dabei zum Problem, sondern der Platz.

Zwei Dinge sind das nicht: eine Vorgabe und ein Test. Das BBK nennt kein Gewicht und keine Literzahl; jede Zahl in diesem Text ist entweder belegt – durch einen Hersteller, eine Behörde oder die Physik – oder unsere eigene Schätzung, und in der Tabelle steht bei jeder Zeile, was von beidem und woraus. Eigene Messungen an Rucksäcken oder Ausrüstung führen wir nicht durch.

Notgepäck oder Notvorrat? Zwei verschiedene Listen

Diese beiden Dinge werden ständig verwechselt, und wer sie verwechselt, packt das Falsche:

  • Der Notvorrat bleibt in der Wohnung und deckt nach Empfehlung des BBK möglichst zehn Tage ab – Wasser, Lebensmittel, Licht, Hygiene. Wie viel das für Ihren Haushalt ist, rechnet unser Notvorrat-Rechner aus.
  • Das Notgepäck – umgangssprachlich der Notfallrucksack – geht mit Ihnen aus der Tür und ist auf zwei Tage angelegt. Es ist kein kleiner Notvorrat, sondern eine andere Liste.

Zum Notgepäck macht das BBK eine Vorgabe zur Größe, und nur diese eine: „Nehmen Sie für jedes Familienmitglied nicht mehr mit als in einen Rucksack passt.“ Ein Rucksack, kein Koffer, weil die Hände frei bleiben – und einer pro Person, nicht einer für die Familie.

Was gehört in einen Notfallrucksack? Es gibt nicht eine amtliche Liste, sondern drei

Wer „offizielle Checkliste“ liest, erwartet ein Dokument. Tatsächlich stehen beim BBK drei verschieden lange Fassungen:

  1. Die Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Stand 11/2025, 2. Auflage) nennt auf Seite 27 acht Punkte: warme Kleidung mit Regenschutz und möglichst festen Schuhen, Wechselkleidung, wichtige Dokumente, geladene Powerbank, Erste-Hilfe-Material, persönliche Medikamente und Hygieneartikel, haltbare Lebensmittel mit wiederbefüllbarer Trinkflasche, Bargeld.
  2. Die Checkliste zum Ausdrucken führt im Abschnitt Notgepäck 19 Punkte auf: die acht der Broschüre, die hier auf neun Zeilen verteilt sind, weil Medikamente und Hygieneartikel getrennt stehen, und zehn weitere – Schlafsack oder Decke, Essgeschirr, Taschenmesser und Dosenöffner, Taschenlampe, Radio mit Batterie, Solarzelle oder Kurbel, Feuerzeug oder Streichhölzer, Sonnencreme und Kopfbedeckung, Notizblock und Stift, Arbeitshandschuhe sowie Ersatz für Hilfsmittel wie Brille oder Hörsysteme.
  3. Die Seite „Notgepäck“ auf bbk.bund.de nennt zusätzlich eine FFP2-Maske, Reservebatterien, einen Fotoapparat oder ein Handy mit Fotofunktion und – für kleine Kinder – einen Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift. Dort steht auch die Verpflegung für zwei Tage „in staubdichter Verpackung“.

Widersprüche sind das nicht, aber Unterschiede. Wir rechnen mit der längsten Fassung: Was auf einer der drei Listen steht, ist eingepackt.

Die Dokumente sind ein eigener Punkt: Das BBK rät, sie in einem feuerfesten oder wasserdichten Behälter aufzubewahren, und nennt sieben Gruppen – Identität, Besitz, finanzielle Ansprüche, Qualifikationen, Rechte, wichtige persönliche Unterlagen wie Impfausweis oder Befunde und schließlich Fotos, die man nicht verlieren möchte. Fragen Sie bei der ausstellenden Stelle nach, ob das Original nötig ist oder eine beglaubigte Kopie genügt.

Was die Liste wiegt und wie viel Platz sie braucht

Die Notgepäck-Liste des BBK für eine erwachsene Person, Zeile für Zeile nach Gewicht und Volumen aufgeschlüsselt. Es sind hier 26 Zeilen und nicht 19 wie in der Checkliste, weil wir zusammengefasste Punkte trennen – Wasser und Flasche, warme Kleidung und Regenschutz, Lampe und Ersatzbatterien – und den leeren Rucksack mitwiegen. Das BBK selbst nennt kein Gewicht und kein Volumen. Unter jeder Position steht, woher ihr Gewicht kommt. „Herstellerangabe“ heißt: die Zahl steht auf der Seite des Herstellers eines Produkts, das in unserem Katalog steht. „Dichte von Wasser“ heißt: ein Liter wiegt ein Kilogramm – da ist nichts zu schätzen. „aus der Kalorien-Empfehlung“ heißt: gerechnet aus den 2 200 kcal pro Person und Tag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und unserer Annahme von 400 kcal je 100 Gramm Trockenproviant. „eigene Schätzung“ heißt: die Zahl ist unsere, und unter der Tabelle steht, wie wir auf sie kommen. Die Volumen sind durchweg geschätzt.
Position Gewicht Volumen
Trinken und Essen
Wasser in der Trinkflasche, 1 Liter Dichte von Wasser 1,0 kg 1 l
Wiederbefüllbare Trinkflasche, leer eigene Schätzung 130 g 0,2 l
Haltbare Lebensmittel für 2 Tage aus der Kalorien-Empfehlung 1,1 kg 2 l
Essgeschirr und Besteck eigene Schätzung 300 g 1,2 l
Taschenmesser und Dosenöffner eigene Schätzung 120 g 0,2 l
Zusammen: Trinken und Essen 2,7 kg 4,6 l
Kleidung und Schlafen
Wechselkleidung, eine Garnitur eigene Schätzung 800 g 4 l
Warme Schicht eigene Schätzung 600 g 3 l
Regenschutz eigene Schätzung 400 g 1,5 l
Kopfbedeckung eigene Schätzung 80 g 0,5 l
Arbeitshandschuhe eigene Schätzung 130 g 0,4 l
Schlafsack oder Decke eigene Schätzung 1,2 kg 8 l
Zusammen: Kleidung und Schlafen 3,2 kg 17,4 l
Licht und Information
Stirnlampe mit Batterien Herstellerangabe 92 g 0,3 l
Ersatzbatterien, 3 × AAA eigene Schätzung 35 g < 0,1 l
Batterie- oder Kurbelradio eigene Schätzung 400 g 1,2 l
Geladene Powerbank, 20 000 mAh Herstellerangabe 465 g 0,5 l
Feuerzeug oder Streichhölzer eigene Schätzung 25 g < 0,1 l
Notizblock und Stift eigene Schätzung 120 g 0,3 l
Zusammen: Licht und Information 1,1 kg 2,4 l
Gesundheit und Hygiene
Erste-Hilfe-Material eigene Schätzung 500 g 1,5 l
Persönliche Medikamente für 2 Tage eigene Schätzung 60 g 0,2 l
Hygieneartikel eigene Schätzung 500 g 2 l
Sonnencreme eigene Schätzung 100 g 0,2 l
FFP2-Masken, 2 Stück eigene Schätzung 20 g 0,2 l
Ersatz für Brille oder Hörsysteme eigene Schätzung 40 g 0,3 l
Zusammen: Gesundheit und Hygiene 1,2 kg 4,4 l
Dokumente und Geld
Mappe mit wichtigen Dokumenten eigene Schätzung 400 g 1 l
Bargeld eigene Schätzung 30 g 0,1 l
Zusammen: Dokumente und Geld 430 g 1,1 l
Der Rucksack selbst
Der Rucksack, leer eigene Schätzung 1,0 kg –
Ein Gepäckstück für eine erwachsene Person 9,6 kg 29,9 l
Wie wir auf jede einzelne Zahl kommen
Wasser in der Trinkflasche, 1 Liter – 1,0 kg
1 Liter Wasser wiegt 1 000 Gramm – die einzige Zahl in dieser Tabelle, die niemand schätzen muss.
Wiederbefüllbare Trinkflasche, leer – 130 g
Eine übliche Flasche aus Kunststoff mit 1 Liter Volumen; eine Edelstahlflasche wiegt das Doppelte.
Haltbare Lebensmittel für 2 Tage – 1,1 kg
Gerechnet, nicht geschätzt: 2 200 kcal pro Person und Tag (diese Zahl stammt nicht vom BBK, sondern von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung) mal 2 Tage, geteilt durch 400 kcal je 100 Gramm. Die Energiedichte ist unsere Annahme; Haferflocken aus unserem Katalog liegen bei 372 kcal je 100 Gramm, Riegel und Nüsse darüber. Wer Konserven einpackt, trägt bei gleicher Energie ein Mehrfaches, weil Dosen überwiegend Wasser enthalten.
Essgeschirr und Besteck – 300 g
Ein Teller, ein Becher, Besteck – aus Kunststoff. Emaille oder Edelstahl wiegt mehr.
Taschenmesser und Dosenöffner – 120 g
Ein Taschenmesser mit Dosenöffner; im Haushalt meist nur einmal vorhanden, deshalb nicht in jedem Rucksack.
Wechselkleidung, eine Garnitur – 800 g
Unterwäsche, Socken, Hose, T-Shirt. Nicht das Gewicht entscheidet hier, sondern das Volumen.
Warme Schicht – 600 g
Ein Thermo-Unterhemd und eine Fleecejacke. Der Hersteller des Longsleeves in unserem Katalog nennt kein Gewicht, deshalb ist diese Zeile geschätzt und nicht belegt.
Regenschutz – 400 g
Eine leichte Regenjacke. Feste Schuhe rechnen wir mit null Gramm: Die tragen Sie an den Füßen.
Kopfbedeckung – 80 g
Mütze oder Kappe, je nach Jahreszeit.
Arbeitshandschuhe – 130 g
Ein Paar Handschuhe mit beschichteter Handfläche.
Schlafsack oder Decke – 1,2 kg
Die größte Zeile beim Volumen und eine der schwersten beim Gewicht. Ein Sommerschlafsack mit Kunstfaserfüllung liegt in dieser Größenordnung; Daune wäre leichter und deutlich teurer, eine Wolldecke schwerer.
Stirnlampe mit Batterien – 92 g (Petzl TIKKINA)
Herstellerangabe für die Lampe aus unserem Katalog, Batterien eingerechnet. Batterien und kein Akku, weil sich ein Akku ohne Strom nicht laden lässt.
Ersatzbatterien, 3 × AAA – 35 g
Drei Alkali-Batterien der Größe AAA wiegen zusammen etwa so viel wie ein halber Müsliriegel.
Batterie- oder Kurbelradio – 400 g
Ein kleines Reiseradio mit Kurbel. Größere Geräte mit Lautsprecher wiegen ein Vielfaches.
Geladene Powerbank, 20 000 mAh – 465 g (BioLite Charge 80 PD)
Herstellerangabe für die einzige Powerbank mit 20 000 mAh in unserem Katalog – dieselbe Kapazität, mit der unser Powerbank-Rechner rechnet. Das Ladekabel ist in diesem Gewicht nicht enthalten.
Feuerzeug oder Streichhölzer – 25 g
Ein Einwegfeuerzeug; eine Schachtel Streichhölzer wiegt etwa die Hälfte davon.
Notizblock und Stift – 120 g
Ein kleiner Block und ein Kugelschreiber. Auf Papier steht die Telefonliste, wenn das Handy leer ist.
Erste-Hilfe-Material – 500 g
Eine kleine Tasche mit Pflaster, Verbandmaterial, Handschuhen und Schere – nicht der Verbandkasten aus dem Auto.
Persönliche Medikamente für 2 Tage – 60 g
Zwei Tagesdosen in Blistern. Für Menschen, die dauerhaft Medikamente nehmen, empfiehlt das BBK einen Vorrat für mindestens 10 Tage – im dritten Beispiel unten rechnen wir damit, dass dieser Vorrat mitgeht. Das ist unsere Übertragung, keine Vorgabe des BBK, und eine Empfehlung zu Medikamenten geben wir nicht ab: Das gehört in die Apotheke.
Hygieneartikel – 500 g
Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Feuchttücher, eine Rolle Toilettenpapier ohne Kern. Das Papier bestimmt das Volumen, nicht das Gewicht.
Sonnencreme – 100 g
Eine kleine Tube, nicht die Familienflasche.
FFP2-Masken, 2 Stück – 20 g
Zwei einzeln verpackte Masken.
Ersatz für Brille oder Hörsysteme – 40 g
Eine Ersatzbrille im Etui oder Batterien für Hörgeräte.
Mappe mit wichtigen Dokumenten – 400 g
Eine wasserdichte Mappe mit Kopien: Ausweis, Geburtsurkunden, Versicherungsunterlagen, Impfausweis. Die Zeile, die im Verhältnis zu ihrem Gewicht am wenigsten ersetzbar ist.
Bargeld – 30 g
Scheine und Münzen in kleinen Stückelungen. Ohne Strom laufen weder Kasse noch Geldautomat.
Der Rucksack, leer – 1,0 kg
Ein einfacher Rucksack mit 30 bis 40 Litern. Volumen steht hier nicht: Der Rucksack ist das Volumen. Modelle mit Tragesystem und Hüftgurt wiegen mehr und tragen sich besser.
Wasserfilter zum Trinken (Strohhalm-Form) – 46 g (LifeStraw Personal Water Filter)
Herstellerangabe. Nicht auf der Liste des BBK – unsere Ergänzung für den Fall, dass die mitgenommene Flasche leer ist.
Wasserfilter mit Beutel und Flaschengewinde – 85 g (Sawyer Squeeze Water Filtration System)
Herstellerangabe. Filtert in ein Gefäß, nicht nur in den Mund; dafür schwerer als die Strohhalm-Form.
Wasserfilter zum Trinken, neuere Baureihe – 65 g (LifeStraw Peak Series Straw)
Herstellerangabe, gleicher Hersteller wie oben; etwas schwerer als das ältere Modell.
Campingkocher, ohne Gaskartusche – 73 g (MSR PocketRocket 2)
Herstellerangabe für den Brenner allein. Die Gaskartusche mit 230 Gramm Gas wiegt mit Blech rund 380 Gramm und ist hier nicht eingerechnet. Das BBK führt einen Campingkocher im Vorrat für die Wohnung, nicht im Notgepäck; in der Broschüre „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ steht er auf Seite 22 unter den Geräten, mit denen man nur im Freien kochen sollte.
Drei Beispiele. Die Grenze in der letzten Spalte ist keine amtliche Vorgabe: Sie folgt der Faustregel des Deutschen Alpenvereins, ein Rucksack solle nicht mehr als ein Viertel des eigenen Körpergewichts wiegen – geschrieben für das Wandern, nicht für eine Evakuierung. Als Körpergewicht setzen wir die Durchschnittswerte des Statistischen Bundesamtes an: 78,3 kg für Erwachsene insgesamt, 73,4 kg ab 75 Jahren.
Beispiel Gepäck­stücke Gewicht Volumen Anteil an der Grenze
Eine erwachsene Person, ein Gepäckstück 1 9,6 kg 29,9 l 49 % von 19,6 kg
Eine erwachsene Person trägt ihr Gepäck und das eines Kleinkinds 2 15,4 kg 49,2 l 78 % von 19,6 kg
Eine Person ab 75 Jahren, Medikamente für 10 Tage 1 9,9 kg 30,7 l 54 % von 18,4 kg

Gerechnet für 2 Tage, weil das BBK für das Notgepäck Verpflegung für 2 Tage nennt. Ein Kleinkind trägt sein Gepäck nicht selbst – im zweiten Beispiel trägt eine erwachsene Person beide Stücke, und das Kind muss gegebenenfalls noch getragen werden. Die Viertel-Regel gilt für 25 % des Körpergewichts und sagt nichts über Alter, Gesundheit oder Wegstrecke; was Sie tatsächlich tragen können, sagt Ihnen nur ein Versuch mit dem gepackten Rucksack.

Drei Ergebnisse, die auf keiner Packliste stehen

Erstens: Das Volumen ist die Grenze, nicht das Gewicht. Knapp 30 Liter füllen einen üblichen Tagesrucksack mit 30 bis 40 Litern randvoll – und das, obwohl die 9,6 Kilogramm für eine gesunde erwachsene Person gut tragbar sind. Mehr als die Hälfte des Volumens machen zwei Zeilen aus: Schlafsack und Kleidung. Wer den Rucksack packen will, ohne sich zu ärgern, fängt bei diesen beiden an – ein Kompressionssack bringt hier mehr als jede andere Optimierung.

Zweitens: Für eine Person allein geht die Rechnung auf. Eine amtliche Obergrenze für das Gewicht gibt es nicht. Der Deutsche Alpenverein schreibt für das Wandern: „Mehr als ein Viertel des eigenen Körpergewichts sollte der Rucksack aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen jedoch nicht wiegen.“ Beim deutschen Durchschnittsgewicht von 78,3 Kilogramm (Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 2025) wären das rund 19,6 Kilogramm – das Notgepäck liegt bei etwa der Hälfte davon.

Drittens: Mit Kind kippt es. Ein Kleinkind trägt sein Gepäck nicht selbst. Trägt eine erwachsene Person beide Stücke, sind es rund 15,4 Kilogramm und knapp 50 Liter – das passt in keinen einzelnen Rucksack mehr, und das Kind selbst kommt gegebenenfalls noch auf den Arm. Das BBK bemisst das Gepäck ausdrücklich pro Familienmitglied; wir lesen daraus ein Gepäckstück je Person: zwei Erwachsene tragen zwei Stücke, eine Person allein trägt beide. Wer mit einem Kind rechnet, trifft die Entscheidung, was herausfällt, besser am Küchentisch als in der Tür.

Notfallrucksack für Kinder, Familie und Senioren

Die Liste des BBK ist für eine Person geschrieben. Wer für mehrere packt, merkt schnell, dass sich nicht einfach alles verdoppelt: Manches trägt jede Person selbst, anderes gibt es im Haushalt nur einmal.

Für ein Kleinkind rechnen wir die Zeilen für Verbrauchsgüter mit 70 Prozent – Wasser, Proviant, Kleidung, Hygiene – und lassen weg, was in der Familie nur einmal gebraucht wird: Radio, Taschenmesser, Erste-Hilfe-Material, die Mappe mit den Dokumenten. Dafür kommen drei Zeilen hinzu, die im Gepäck eines Erwachsenen nicht stehen: Windeln mit Feuchttüchern, der Brustbeutel oder die SOS-Kapsel, die das BBK für kleine Kinder empfiehlt, und ein kleinerer Rucksack. So kommt das Gepäck eines Kleinkinds auf rund 5,7 Kilogramm und 19,3 Liter. Die 70 Prozent sind unsere Annahme – dieselbe, mit der unser Notvorrat-Rechner das Wasser für Kinder rechnet; das BBK unterscheidet nicht nach Alter.

Ob ein Kind seinen Rucksack selbst trägt, entscheidet nicht die Liste, sondern das Kind. In unserer Rechnung trägt es ihn nicht – deshalb stehen für eine erwachsene Person mit einem Kleinkind die 15,4 Kilogramm von oben.

Für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern ergibt dieselbe Rechnung vier Gepäckstücke mit zusammen rund 30,7 Kilogramm und 98,4 Litern. Die wichtigere Zahl ist die Vier: Das BBK bemisst das Gepäck pro Familienmitglied, und ein einziger großer Behälter für alle ist nach unserer Lesart das Gegenteil davon. Vier Rucksäcke heißen auch vier Trinkflaschen und vier Lampen – Zeilen, die sich nicht teilen lassen, wenn im Dunkeln nicht alle beieinander sind.

Für Menschen ab 75 Jahren ändert sich vor allem eine Zeile: die Medikamente. Wer sie dauerhaft nimmt, sollte nach Empfehlung des BBK einen Vorrat für mindestens zehn Tage im Haus haben; dass dieser Vorrat mitgeht statt der zwei Tagesdosen, ist unsere Übertragung auf das Notgepäck und keine Vorgabe des BBK. Damit wiegt das Gepäck 9,9 Kilogramm bei 30,7 Litern. Die Viertel-Regel des Alpenvereins fällt in dieser Altersgruppe strenger aus, weil das Durchschnittsgewicht niedriger liegt: 18,4 Kilogramm statt 19,6 – ausgelastet ist diese Grenze damit zu rund 54 Prozent. Eine Empfehlung zu Medikamenten geben wir nicht ab; das besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und in Ihrer Apotheke.

Kleiner wird keines dieser Gepäckstücke durch einen kleineren Rucksack, sondern nur durch Kompression: Schlafsack und Kleidung machen mehr als die Hälfte des Volumens aus, und zwar in jedem der drei Fälle.

Wasser: die einzige Zeile, die man nicht leichter kaufen kann

Ein Liter Wasser wiegt 1 000 Gramm. Das ist keine Schätzung und keine Empfehlung, sondern Physik – und es ist der Grund, warum die Trinkflasche beim Notgepäck anders behandelt wird als beim Vorrat für die Wohnung.

Im Notvorrat zählt Menge: zwei Liter pro Person und Tag nach Empfehlung des BBK, zehn Tage lang. Im Rucksack zählt Gewicht, und dort gewinnt das Gerät gegen den Vorrat: Ein Trinkfilter aus unserem Katalog wiegt nach Herstellerangabe 46 Gramm, also etwa ein Zweiundzwanzigstel eines mitgetragenen Liters Wasser.

Drei Dinge dazu, damit daraus kein falscher Rat wird:

  • Ein Filter steht nicht auf der Liste des BBK. Er ist unsere Ergänzung, und wenn die Flasche voll ist und der Weg kurz, brauchen Sie ihn nicht.
  • Filter leisten keine vollständige Entkeimung. Die Hersteller unserer drei Modelle nennen Bakterien und Parasiten wie Giardia und Cryptosporidium sowie Mikroplastik – Viren nennen sie nicht, und für Chemie und Schwermetalle ist ein solcher Filter nicht gebaut. Was Filter, Abkochen und Entkeimungstabletten jeweils leisten, steht in Wasser bei Stromausfall.
  • Ein Tischfilter mit Aktivkohle ersetzt nichts davon und gehört ohnehin nicht in einen Rucksack.

Was auf der Liste des BBK nicht steht

Diese Punkte fehlen in der amtlichen Liste, und das ist kein Versehen der Behörde, sondern eine Grenze der Aufgabe. Wer sie kennt, kauft weniger:

  • Kein Gewicht, kein Volumen, keine Kalorienzahl. Die einzige Angabe zur Größe ist der Satz mit dem Rucksack; Kalorien nennt das BBK nicht. Wir rechnen mit 2 200 kcal pro Person und Tag – diese Zahl stammt von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, nicht vom BBK.
  • Kein Wasservorrat, nur eine Flasche. Die Liste nennt eine wiederbefüllbare Trinkflasche und keine Literzahl fürs Gepäck.
  • Kein Filter, keine Entkeimungstabletten, kein Kocher. Eine alternative Kochgelegenheit führt das BBK im Vorrat für die Wohnung, nicht im Notgepäck; einen Camping-Kocher mit Gaskartusche nennt die Broschüre auf Seite 22 unter den Geräten, mit denen man nur im Freien kochen sollte.
  • Kein Zelt, keine Isomatte, kein Werkzeug über das Taschenmesser hinaus. Das Notgepäck ist für eine Notunterkunft oder für Bekannte gedacht, nicht für die Nacht im Wald.
  • Keine Waffen, keine Tarnkleidung, keine Ausrüstung mit Militärbezug. Nichts davon steht auf einer amtlichen Liste, und von uns kommt dazu keine Empfehlung.
  • Kein Futter für Haustiere im Gepäck. Ein Futtervorrat steht in der Checkliste beim Vorrat für die Wohnung; dass die Tiere im Notfall mitgehen, müssen Sie selbst planen.
  • Keine Powerstation. Genannt ist eine geladene Powerbank, und das hat einen einfachen Grund, siehe unten.
  • Schlüssel, Handy und Geldbörse zählen wir nicht mit. Laut Broschüre sollen sie griffbereit liegen; zum Inhalt des Rucksacks zählen sie nicht.

Strom im Rucksack: Powerbank, nicht Powerstation

Eine Powerbank mit 20 000 mAh wiegt nach Herstellerangabe 465 Gramm; das ist das einzige Modell dieser Größe in unserem Katalog, und das Ladekabel ist darin nicht mitgerechnet. Die kleinsten Powerstations aus unserem Katalog haben 1 024 Wattstunden; eine davon, die Anker SOLIX C1000 Gen 2, wiegt nach Herstellerangabe 11,3 Kilogramm – mehr als das gesamte Notgepäck. Eine Powerstation ist Ausrüstung für die Wohnung, in der Sie bleiben, nicht für den Weg.

Was eine Powerbank Ihrem Handy und Ihrem Router tatsächlich bringt, rechnen zwei Seiten aus: der Powerbank-Rechner für Ladungen und Wattstunden und Handynetz und Internet bei Stromausfall für die Frage, wie lange das Netz überhaupt noch da ist. Dort steht auch, warum ein Radio mit Batterien oder Kurbel auf der Liste steht, obwohl jeder ein Handy hat.

Selbst zusammenstellen oder fertiges Set? Wo die „Fluchtrucksäcke“ über das Ziel hinausschießen

Gefüllte Sets gibt es reichlich. Bei einem verbreiteten Anbieter kostete am 26. September 2026 ein Set mit 80 Einzelteilen ab 199,95 Euro, eines mit 100 Einzelteilen 299,95 Euro und ein Familienmodell mit 118 Litern und Rollen für vier bis sechs Personen 399,95 Euro.

Halten Sie das neben die amtliche Liste: 19 Punkte. Der Unterschied zwischen 19 und 100 besteht nicht aus Dingen, die das BBK vergessen hat.

Drei Punkte, die wir für belegbar halten und mit denen Sie Geld sparen:

  • Kein Set ist „von der Bundesregierung empfohlen“. Die Seiten des BBK nennen kein Produkt und keinen Hersteller; sie beschreiben Inhalte. Wird ein Set so beworben, ist das die Aussage des Verkäufers, nicht die einer Behörde.
  • Ein Trolley mit 118 Litern für vier bis sechs Personen passt nicht zu dieser Vorgabe. Das BBK bemisst das Gepäck pro Familienmitglied und nennt den Rucksack, weil die Hände frei bleiben sollen; ein einziger Behälter für die ganze Familie ist nach unserer Lesart das Gegenteil davon, und Rollen helfen auf Treppen und im Gelände nicht.
  • Der größte Teil der Liste liegt schon bei Ihnen. Kleidung, Decke, Essgeschirr, Feuerzeug, Notizblock, Handschuhe, Hygieneartikel – das ist Haushalt. Zu kaufen sind, wenn überhaupt, die Lampe mit Batterien, das Radio, die Powerbank und je nach Wohnlage ein Filter. Zwei davon können wir mit geprüftem Preis zeigen: Die Stirnlampe und der leichteste Trinkfilter in der Liste unter diesem Text kosteten am 24. Oktober 2026 zusammen unter 50 Euro.

Was ein Set leistet, ist Bequemlichkeit: Sie packen nicht selbst. Was es nicht leistet, ist Passung – Medikamente, Dokumente, Brillenstärke und Kindergröße kann kein Set enthalten, und genau diese Zeilen sind die, die niemand ersetzen kann.

Was tun bei Stromausfall? Die zweite Checkliste

Der Notfallrucksack ist für den Fall gepackt, dass Sie die Wohnung verlassen müssen. Fällt dagegen nur der Strom aus, bleiben die meisten Haushalte, wo sie sind – und dann gilt eine kürzere, andere Liste. Sie stammt von der Verbraucherzentrale (Stand 19. Januar 2026) und vom BBK:

  • Erst prüfen, wie weit der Ausfall reicht. Die Verbraucherzentrale rät, zuerst zu schauen, ob nur die eigene Wohnung oder das ganze Haus betroffen ist, und den Sicherungskasten zu kontrollieren: Ist ein Leitungsschutzschalter oder der FI-Schalter herausgesprungen, liegt es nicht am Netz. Den Rest beantwortet ein Blick auf Straßenlaternen und Nachbarfenster.
  • Den Ausfall melden, wenn er noch nicht bekannt ist. Zuständig ist nach Angaben der Verbraucherzentrale in der Regel der örtliche Netzbetreiber, nicht der Stromanbieter. Welcher das ist, verrät die Stromrechnung: Sie muss nach § 40 Absatz 2 Nummer 5 EnWG die Codenummer des Netzbetreibers ausweisen. Die Nummer der Störungsannahme steht dort allerdings nicht, sondern auf der Website dieses Netzbetreibers – eine einheitliche bundesweite Störungsnummer ist uns nicht bekannt.
  • Empfindliche Geräte ausschalten. PC und Fernseher schalten Sie aus, damit sie bei der Rückkehr des Stroms keine Spannungsschwankung abbekommen (Verbraucherzentrale). Was im Moment des Ausfalls in Betrieb war – Herdplatte, Bügeleisen, Heizlüfter –, schalten Sie nach unserer Empfehlung ebenfalls aus: Sonst läuft es später unbeaufsichtigt wieder an.
  • Kühlschrank und Gefriertruhe geschlossen halten. So bleibt die Kälte länger erhalten (Verbraucherzentrale). Wie viele Stunden Ihre Truhe tatsächlich durchhält, berechnet der Gefriertruhen-Rechner.
  • Licht aus der Lampe, nicht aus der Flamme. Taschenlampe und Stirnlampe mit Batterien stehen auf der Checkliste des BBK. Kerzen lassen Sie laut Verbraucherzentrale nie unbeaufsichtigt brennen und lüften den Raum regelmäßig; das BBK begründet das mit dem Sauerstoffverbrauch im Zimmer.
  • Einen Raum warm halten. Das BBK rät, möglichst einen Aufenthaltsraum zu wählen und die Türen geschlossen zu halten; warme Kleidung und Decken ersetzen die Heizung eine Zeit lang. Was eine Heizung ohne Strom überhaupt noch leistet, steht unter Heizen ohne Strom.
  • Nicht in der Wohnung grillen. Der Satz des BBK dazu ist unmissverständlich: „Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen – es besteht Erstickungsgefahr!“ Ein Campingkocher gehört aus demselben Grund ins Freie. Wie viele Kartuschen ein warmes Essen braucht und was ein Thermobehälter leistet, steht unter Kochen ohne Strom – Kartuschen und Thermobehälter.
  • Ein Radio, das ohne Netz läuft. Ein Batterie- oder Kurbelradio hält Sie nach Empfehlung des BBK auch bei einem langen Ausfall über die Mitteilungen der Behörden auf dem Laufenden. Warum das Handy dafür kein Ersatz ist und wie Sie Warnungen per Cell Broadcast einschalten, steht unter Warntag, NINA und Cell Broadcast.
  • Bargeld bereithalten. Bei einem Stromausfall funktionieren die Geldautomaten nicht mehr, darauf weist das BBK ausdrücklich hin.
  • An Wasser und Toilette denken. Ob aus der Leitung noch etwas kommt, entscheiden Ihr Versorger und Ihr Stockwerk – Wasser bei Stromausfall. Wer im Haus auf medizinische Geräte angewiesen ist, braucht einen eigenen Plan: medizinische Geräte bei Stromausfall.

Zum Ausdrucken gibt es die Checkliste des BBK als PDF – die Datei unter den Quellen deckt Vorrat und Notgepäck zugleich ab. Ob gerade ein größerer Ausfall vorliegt, sagt Ihnen dagegen keine amtliche bundesweite Übersicht, die wir kennen: Es bleiben die Störungsauskunft Ihres Netzbetreibers, die Warnung über Cell Broadcast und der Blick auf die Straße. Und wer will, dass die Umschaltung auf ein Aggregat oder eine Powerstation von allein passiert, braucht einen Netzumschalter vom Fachbetrieb – was dabei erlaubt ist, steht unter Notstromaggregat zu Hause.

Häufige Fragen

Wie schwer darf ein Notfallrucksack sein?

Eine amtliche Grenze gibt es nicht. Als Anhaltspunkt nennt der Deutsche Alpenverein für das Wandern höchstens ein Viertel des eigenen Körpergewichts; beim deutschen Durchschnittsgewicht sind das etwa 19,6 Kilogramm. Unsere Rechnung der BBK-Liste bleibt mit rund 9,6 Kilogramm deutlich darunter. Verlassen Sie sich nicht auf die Zahl, sondern packen Sie den Rucksack und gehen Sie damit eine halbe Stunde – das beantwortet die Frage ehrlicher als jede Faustregel.

Wie viele Liter muss ein Notfallrucksack haben?

Nach unserer Rechnung braucht die Liste des BBK knapp 30 Liter, der Schlafsack allein rund 8 Liter. Ein Rucksack mit 30 bis 40 Litern reicht also für eine Person, wenn Sie Kleidung und Schlafsack komprimieren. Für zwei Personen brauchen Sie zwei Rucksäcke, nicht einen doppelt so großen.

Für wie viele Tage packt man ein Notgepäck?

Für zwei. Das BBK nennt Verpflegung für zwei Tage – für längere Zeiträume ist der Notvorrat in der Wohnung gedacht, den unser Notvorrat-Rechner auf bis zu zehn Tage auslegt.

Gibt es die Packliste als PDF zum Ausdrucken?

Ja, aber nicht von uns: Die Checkliste des BBK unter den Quellen ist ein PDF und deckt Vorrat und Notgepäck zugleich ab – sie ist die Liste, auf der dieser Text beruht. Ein eigenes PDF bieten wir nicht an. Die Tabelle mit den Gewichten drucken Sie über die Druckfunktion Ihres Browsers aus oder speichern sie dort als PDF.

Braucht jedes Kind einen eigenen Rucksack?

Das BBK bemisst das Gepäck pro Familienmitglied: nicht mehr, als in einen Rucksack passt. Wir lesen daraus ein Gepäckstück je Person. Ob ein Kind es selbst trägt, ist eine andere Frage – in unserer Rechnung tut es das nicht. Für kleine Kinder empfiehlt das BBK zusätzlich einen Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift.

Was kostet ein selbst gepackter Notfallrucksack?

Das hängt davon ab, was Sie schon haben – der größte Teil der Liste ist Haushalt. Neu zu kaufen sind meist Lampe, Batterien, Radio, Powerbank und je nach Wohnlage ein Wasserfilter. Gefüllte Sets lagen bei einem verbreiteten Anbieter am 26. September 2026 zwischen knapp 200 und 400 Euro.

Quellen

  • BBK, Vorsorgen für Krisen und Katastrophen (Stand 11/2025, 2. Auflage) – Notgepäck auf Seite 27 mit acht Punkten; Seite 26 ist der Kapitelanfang, die Liste steht auf der rechten Seite der Doppelseite 26–27. Dokumente auf Seite 25 samt feuerfestem oder wasserdichtem Behälter und den sieben Dokumentengruppen; Schlüssel, Mobiltelefon und Geldbörse griffbereit. Im Abschnitt „Ohne Strom kochen“ auf Seite 22 stehen der Camping-Kocher mit Gaskartusche und der Gas- oder Holzkohle-Grill unter den Geräten, mit denen man nur im Freien kochen sollte.
  • BBK, Checklisten zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen (PDF, abgerufen am 26. September 2026) – Abschnitt Notgepäck mit 19 Punkten; Futtervorrat für Haustiere und alternative Kochgelegenheit stehen dort beim Vorrat für die Wohnung, nicht im Notgepäck.
  • BBK, Wenn es schnell gehen muss: Das Notgepäck – „Nehmen Sie für jedes Familienmitglied nicht mehr mit als in einen Rucksack passt“; Rucksack statt Koffer, weil die Hände frei bleiben; Verpflegung für zwei Tage in staubdichter Verpackung; FFP2-Maske; Reservebatterien; Fotoapparat oder Handy mit Fotofunktion; Brustbeutel oder SOS-Kapsel für kleine Kinder. Kein Produkt und kein Set wird empfohlen.
  • BBK, Vorsorge und Handeln bei Stromausfall (abgerufen am 27. September 2026) – ein Aufenthaltsraum mit geschlossenen Türen, warme Kleidung und Decken, Batterie- oder Kurbelradio für Mitteilungen der Behörden, Bargeld, weil die Geldautomaten ausfallen, Lüften bei Kerzen, „Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen – es besteht Erstickungsgefahr!“
  • Verbraucherzentrale, Was tun bei Stromausfall (Stand 19. Januar 2026) – Wohnung oder ganzes Haus, Leitungsschutzschalter und FI-Schalter im Sicherungskasten, „Zuständig ist in der Regel der örtliche Netzbetreiber, nicht der Stromanbieter“, empfindliche Geräte wegen Spannungsschwankungen ausschalten, Kühl- und Gefrierschrank geschlossen halten, Kerzen nicht unbeaufsichtigt.
  • § 40 Absatz 2 Nummer 5 EnWG (abgerufen am 27. September 2026) – die Rechnung weist die Codenummer des Netzbetreibers aus; eine Telefonnummer für Störungen verlangt die Vorschrift nicht.
  • Deutscher Alpenverein, Das ist … der richtig gepackte Wanderrucksack (15. Mai 2023) – „Mehr als ein Viertel des eigenen Körpergewichts sollte der Rucksack aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen jedoch nicht wiegen.“ Die Regel ist für das Wandern geschrieben, nicht für eine Evakuierung, und sie ist keine behördliche Vorgabe.
  • Statistisches Bundesamt, Körpermaße der Bevölkerung nach Altersgruppen (Mikrozensus 2025, vorläufige Ergebnisse, Stand 21. April 2026) – 78,3 kg im Durchschnitt, 73,4 kg in der Gruppe ab 75 Jahren; ergänzend die Pressemitteilung vom 2. Juni 2026.
  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Vorratskalkulator – 2 200 kcal pro Person und Tag; das BBK nennt keine Kalorienzahl.
  • Herstellerangaben zu den Gewichten aus unserem Katalog: Petzl TIKKINA (92 g), LifeStraw Personal (46 g), LifeStraw Peak Series Straw (65 g), Sawyer Squeeze (85 g – das ist der Filter allein, für den die Seite „3 ounces“ angibt; für das Set mit Beutel nennt dieselbe Seite im Datenblock 8,19 oz), MSR PocketRocket 2 (73 g ohne Kartusche), BioLite Charge 80 PD (465 g ohne Ladekabel), Jackery Explorer 1000 v2 (10,8 kg).
  • Preise und Teilezahlen fertiger Sets: fluchtrucksack.de, Notfallrucksack-Liste, beobachtet am 26. September 2026. Mit diesem Anbieter haben wir keine geschäftliche Verbindung.

Womit wir hier Geld verdienen – und womit nicht. In der Produktliste unter diesem Text stehen vier Händler: Bergfreunde, Bergzeit, Knivesandtools und Engelbert Strauss. Mit ihnen haben wir kein Partnerprogramm; an diesen Links verdienen wir nichts. Gekennzeichnet sind sie trotzdem mit „Werbung“, weil erkennbar sein muss, dass wir auf einen Shop verweisen. Welche Händler uns vergüten, steht namentlich in der Methodik und im Impressum.

Die Broschüren und Checklisten des BBK haben wir gelesen und geben sie mit eigenen Worten wieder; ihr Wortlaut ist nicht für die kommerzielle Nutzung freigegeben. Alle Gramm- und Literzahlen rechnet unser Server aus derselben Datenbasis wie die Produktliste; von Hand steht keine davon im Text. Eine eigene Messung von Rucksäcken, Filtern oder Ausrüstung haben wir nicht durchgeführt.

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