PrepGear Wir schüren keine Angst. Wir rechnen.

Redaktion PrepGear – unabhängige Recherche, ohne Labor und ohne eigene Produkttests. Jede Zahl hat eine Quelle oder ist als eigene Schätzung gekennzeichnet; Rechenwege und womit wir Geld verdienen, stehen in der Methodik.

Cell Broadcast aktivieren: was Sie am Handy einstellen müssen, damit die Warnung ankommt

Ein Smartphone, von dessen Display Funkwellen ausgehen, daneben der Trichter einer Sirene – Warnung über Cell Broadcast und Sirene

Am bundesweiten Warntag löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) um 11:00 Uhr eine Probewarnung aus; um 11:45 Uhr folgt die Entwarnung. 2026 war das Donnerstag, der 10. September; der nächste Warntag ist am 9. September 2027 (BBK, Bundesweiter Warntag). Auf dem Handy kommt die Warnung über Cell Broadcast an, wenn vier Dinge stimmen: Das Gerät ist eingeschaltet, es steht nicht im Flugmodus, es hat mindestens Android 11 oder iOS 16.1 (BBK, 2023) – und die Warnungen sind in den Einstellungen des Geräts zugelassen. An diesem vierten Punkt scheitert es in der Praxis: Bei Samsung ist der Schalter für Testwarnungen ab Werk ausgeschaltet (Samsung, 25.08.2026). Eine App, eine Registrierung oder eine Internetverbindung braucht Cell Broadcast nicht – die Warn-Apps NINA und KATWARN sind ein zweiter, davon unabhängiger Kanal.

Direkt zum passenden Abschnitt: Einstellungen prüfen · Warum das Handy stumm bleibt · Wenn nichts ankommt

Cell Broadcast aktivieren: Warnungen am Handy einschalten

Das BBK nennt selbst keine Menüpfade, sondern verweist auf die Hersteller (BBK, Technische Informationen). Die folgenden drei Wege haben wir am 6. September 2026 auf genau diesen Herstellerseiten nachgelesen; jeder dauert unter einer Minute.

iPhone (iOS). Apple beschreibt den Weg so: „Öffne auf deinem iPhone die Einstellungen-App, und tippe dann auf ‚Mitteilungen‘. Scrolle zum unteren Ende des Bildschirms. Aktiviere oder deaktiviere unter ‚Offizielle Warnmeldungen‘ die jeweilige Art der Warnung“ (Apple, Stand 19.12.2025). Schalten Sie dort alle angebotenen Arten ein. Wie viele Schalter der Abschnitt zeigt, hängt von iOS-Version und Mobilfunkanbieter ab; Apple benennt die einzelnen deutschen Schalter nicht.

Android mit Google-Oberfläche (zum Beispiel Pixel). Google beschreibt den Weg so: „Öffnen Sie auf Ihrem Smartphone die Einstellungen“, dann „Benachrichtigungen“ und „Notfallbenachrichtigungen für Mobilgeräte“. Dort wählen Sie aus, welche Warnungen Sie erhalten wollen; im selben Menü lassen sich nach Googles Angaben auch „Töne und Vibration steuern“ (Google, Android-Hilfe). Google weist darauf hin, dass ein Teil der beschriebenen Schritte erst ab Android 12 funktioniert.

Samsung Galaxy. Einstellungen → „Sicherheit und Notfall“ → „Notfallwarnungen“ → Schalter „Testwarnungen“. Warnungen vor extremen und erheblichen Gefahren sind ab Werk aktiv, die Testwarnungen dagegen nicht: Samsung schreibt, man könne „Testwarnungen für den bundesweiten Warntag manuell einschalten, da diese standardmäßig deaktiviert sind“ (Samsung, Stand 25.08.2026). Samsung hat diese Anleitung mit einem Galaxy S26 (Android 16, One UI 8.5) erstellt; die Menüs können nach Herstellerangabe „je nach Modell, aufgespielter Software und/oder Region variieren“.

Andere Hersteller. Für Sony und Xiaomi verweist das BBK auf eigene Anleitungen der jeweiligen Firma (BBK, Technische Informationen); die Bezeichnungen sind dort je nach Hersteller abweichend. Wenn Sie den Punkt nicht finden, suchen Sie in der Suchzeile der Einstellungen nach „Notfall“ oder „Warnung“.

Auf welcher Warnstufe die Probewarnung 2026 verschickt wurde, hat das BBK nicht mitgeteilt, und wir haben dazu keine Angabe gefunden. Das BBK nennt die Meldung um 11:00 Uhr allerdings selbst eine „Testwarnung“ (BBK, Pressemitteilung vom 3. September 2026); ob sie technisch in dieselbe Kategorie fällt wie Samsungs Schalter „Testwarnungen“, ist nicht dokumentiert. Wenn Sie alle Schalter einschließlich der Testwarnungen aktivieren, kommt die Warnung unabhängig davon an.

Warntag in Deutschland: Termin, Uhrzeit und Ablauf

Der bundesweite Warntag findet nach Angaben des BBK „in der Regel jährlich am zweiten Donnerstag im September“ statt (BBK, Bundesweiter Warntag); 2026 war das der 10. September – der sechste bundesweite Warntag (BBK, Pressemitteilung vom 3. September 2026). Wer wissen will, ob heute Warntag ist, braucht deshalb nur den Kalender: Der Termin steht lange vorher fest, und der nächste ist der 9. September 2027 (BBK, Bundesweiter Warntag).

Der Ablauf, einfach erklärt: Um 11:00 Uhr löst das BBK die Probewarnung aus – die es selbst auch „Testwarnung“ nennt; das Wort Probealarm verwendet es dafür nicht. Sie geht gleichzeitig an alle angeschlossenen Warnmittel – auf dem Handy als Cell-Broadcast-Nachricht mit auffälligem Signalton und als Meldung der Warn-Apps. Um 11:45 Uhr folgt die Entwarnung, und zwar über dieselben Kanäle und Geräte, über die zuvor gewarnt wurde (BBK, Bundesweiter Warntag). Neu war 2026: Über Cell Broadcast verschickt das BBK Entwarnungen erst seit dem 25. November 2025 (BBK, Pressemitteilung vom 25. November 2025) – 2026 war also der erste Warntag, an dem auch die Entwarnung auf diesem Weg auf dem Handy ankommen konnte. Das BBK verschickt sie dort immer in der niedrigsten Warnstufe 3 und empfiehlt, auch Warnstufe 3 am Gerät eingeschaltet zu lassen (ebd.).

Das BBK zog noch am 10. September eine positive erste Bilanz: Die Warnungen hätten die Menschen bundesweit zuverlässig über die verschiedenen Kanäle erreicht (BBK, Pressemitteilung vom 10. September 2026). Für die Zeit vom 10. bis 17. September 2026 hat das BBK außerdem eine Bürgerumfrage auf warntag-umfrage.de eingerichtet, um zu erfahren, wen die Warnung erreicht hat und wen nicht; die Ergebnisse will es wissenschaftlich auswerten (ebd.).

Neben dem Handy erproben viele Kommunen an diesem Tag ihre eigenen Warnmittel, etwa Sirenen oder Lautsprecherwagen (BBK, Pressemitteilung vom 3. September 2026). Die Teilnahme ist allerdings freiwillig, und die Kanäle werden nur erprobt, soweit sie vorhanden sind (BBK, Bundesweiter Warntag) – eine Sirene vor Ort ersetzt die Warnung auf dem Handy also nicht.

Am Warntag selbst müssen Sie nichts tun. Das BBK schreibt ausdrücklich, es sei „nicht nötig, sich auf den Warntag vorzubereiten“, und weist darauf hin, dass es sich um eine Probewarnung handelt und „keine reale Bedrohung“ vorliegt (BBK, Bundesweiter Warntag). Die Notrufnummern 110 und 112 bleiben echten Notfällen vorbehalten; für Rückmeldungen zum Warntag 2026 hat das BBK die oben genannte Bürgerumfrage eingerichtet.

Der Warntag ist eine Übung: Sie prüfen an einem bekannten Termin, was im Ernstfall auf Ihrem Gerät ankommt. Wie ein solcher Ernstfall aussieht, hat Berlin im Januar 2026 gezeigt: Nach dem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Lichterfelde waren rund 45 000 Haushalte etwa vier Tage ohne Strom (Wikipedia, 2026). Cell Broadcast und NINA haben dort nach Einschätzung der Katastrophenforschung der FU Berlin funktioniert (FU Berlin, 2026) – ein Grund mehr, die Einstellungen vorher in Ordnung zu bringen. Wie häufig solche Ausfälle in Deutschland wirklich sind, ordnen wir an anderer Stelle mit den Zahlen der Bundesnetzagentur ein.

NINA und KATWARN installieren – und was Cell Broadcast schon ohne App leistet

Cell Broadcast ist in Deutschland seit dem 23. Februar 2023 in Betrieb (BBK, Pressemitteilung 2023). Die Warnung wird vom Mobilfunkmast an alle geeigneten Handys in der betroffenen Funkzelle gesendet – ohne App, ohne Anmeldung, ohne Internet. Die Stiftung Warentest hielt 2023 fest, dass Cell Broadcast in der Regel auch in überlasteten Netzen funktioniert (test.de, 2023). Das BBK unterscheidet drei Warnstufen: Warnstufe 1, die höchste, lässt sich am Gerät nicht abschalten; die Stufen 2 und 3 schon – das BBK rät, auch sie eingeschaltet zu lassen (BBK, Technische Informationen).

NINA ist die Warn-App des BBK. Sie bündelt auch die Meldungen von KATWARN und BIWAPP, sodass eine App genügt, um alle drei Systeme zu empfangen; die Stiftung Warentest nannte 2023 rund 10 Millionen Nutzerinnen und Nutzer (test.de, 2023). Installieren lässt sie sich über Google Play und den App Store, auf die das BBK selbst verlinkt; für Android bietet es zusätzlich eine APK zum Herunterladen an (BBK, Warn-App NINA). Entscheidend ist der Schritt nach der Installation: „Abonnieren Sie Gebiete und Orte, für die Sie gewarnt werden möchten“, schreibt das BBK, und setzt nach: „Sonst erhalten Sie keine Warnung der Warn-App NINA auf Ihr Smartphone.“ Wer sich also fragt, warum NINA nicht warnt, prüft zuerst diese Abonnements – und danach die Systemeinstellungen für Push-Benachrichtigungen, für die das BBK eigene Anleitungen für iOS und Android bereitstellt (ebd.). Zur Standortabfrage schreibt das BBK, der Standort werde „nur innerhalb der App geprüft“ und weder auf einem Server verarbeitet noch dort gespeichert (ebd.). NINA setzt allerdings eine Internetverbindung voraus.

NINA für den PC gibt es nicht als Programm, aber als Website: „Neben der Warn-App NINA gibt es für weitere Betriebssysteme die Website ‚Warnmeldungen in der Übersicht‘. Sie zeigt alle aktuellen Warnmeldungen der Warn-App NINA“, schreibt das BBK über warnung.bund.de (BBK, Warn-App NINA). Die Meldungen lassen sich dort ortsbezogen auswählen, per RSS-Feed abonnieren und als „Browser-Benachrichtigungen … auf dem Computerbildschirm“ einstellen; weder ein Nutzerkonto noch die Angabe von Daten ist dafür nach Angaben des BBK erforderlich (ebd.). Für eine Warnung, die Sie nachts weckt, bleibt das Handy trotzdem das zuverlässigere Gerät – das ist unsere Einordnung.

KATWARN und BIWAPP sind weitere Warn-Apps. Die Stiftung Warentest hielt es 2023 für sinnvoll, neben NINA mindestens eine von ihnen als zweiten Kanal zu installieren (test.de, 2023). KATWARN kommt nicht vom Bund: Es „wurde entwickelt vom Fraunhofer-Institut FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer“ (KATWARN, Das Warnsystem). Die App ist kostenlos – der Betreiber schreibt selbst „KATWARN-App kostenlos installieren“ (KATWARN, Warnungen fürs Smartphone) –, und wer kein Smartphone besitzt, kann sich mit einem einfachen Handy per SMS für eine Postleitzahl anmelden; Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes enthält dieser SMS-Dienst nach Angaben des Betreibers nicht (KATWARN, Warnungen per SMS/E-Mail). Ein wichtiger Unterschied zu NINA ist die Abdeckung: Weil die Zuständigkeit für Warnungen in Deutschland verteilt ist, kann sich „die Nutzung von KATWARN regional unterscheiden“ (KATWARN, Offiziell angeschlossen); welche Kreise und Städte angeschlossen sind, führt der Betreiber als Liste. Unter den Funktionen des Systems steht auch ein „Persönlicher Testalarm“ (KATWARN, Das Warnsystem) – der prüft allerdings die App, nicht Cell Broadcast.

Für die Vorsorge heißt das: Cell Broadcast ist die Grundausstattung, die auf einem aktuellen Handy von Haus aus vorhanden ist. Das BBK führt in seiner Checkliste unter „Information und Kommunikation“ zusätzlich auf (BBK, Checkliste 2025):

  • die Warn-App NINA,
  • ein Batterie- oder Kurbelradio,
  • eine aufgeladene Powerbank,
  • eine Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier.

Warum bleibt mein Handy am Warntag stumm?

Das ist nach jedem Warntag die häufigste Frage. Das BBK nennt in seinen FAQ zu Cell Broadcast typische Ursachen (BBK, FAQ Cell Broadcast):

  • Betriebssystem zu alt. Cell Broadcast setzt Android ab Version 11 oder iOS ab Version 16.1 voraus (BBK, 2023). Ältere Geräte zeigen die Nachricht nicht an, auch wenn sonst alles stimmt.
  • Warnungen am Gerät nicht zugelassen. Das ist die Ursache, die Sie selbst beheben können: Die Probewarnung erreicht Sie nur, wenn die Warnungen am Gerät eingeschaltet sind – bei Samsung ausdrücklich einschließlich der Testwarnungen, die ab Werk aus sind (Samsung, 25.08.2026). Die Menüpfade stehen weiter oben.
  • Lautlos, „Nicht stören“ oder ein Fokus. Das ist die häufigste Vermutung – belegen können wir sie nicht: Ob eine Cell-Broadcast-Warnung diese Modi durchbricht, sagt weder das BBK noch die Hilfeseiten von Apple, Google und Samsung, die wir am 6. September 2026 gelesen haben. Nachsehen lässt sich nur der Ton der Warnung selbst; bei Android sitzt er laut Google im selben Menü wie die Warnungen („Töne und Vibration steuern“).
  • Flugmodus oder ausgeschaltet. Ein Gerät ohne Verbindung zum Mobilfunk kann keine Warnung empfangen. Cell Broadcast läuft über den Mast, nicht über WLAN.
  • Nur 2G. Geräte, die ausschließlich im 2G-Netz eingebucht sind, können laut BBK leer ausgehen.
  • Herstellersoftware. Manche Hersteller behandeln Warnungen in ihrer eigenen Oberfläche anders als das Standard-Android.

Was tun, wenn am Warntag nichts ankommt?

  1. Prüfen Sie die Punkte oben in dieser Reihenfolge: Version des Betriebssystems, zugelassene Warnungen, Flugmodus.
  2. Vergleichen Sie mit Geräten in der Nähe. Haben andere Handys im selben Raum gewarnt, liegt es an Ihrem Gerät oder seinen Einstellungen; hat keines gewarnt, eher an der Funkzelle.
  3. Installieren Sie NINA als zweiten Kanal. Die App steht auf der Checkliste des BBK und meldet auch dann, wenn Ihr Gerät für Cell Broadcast nicht geeignet ist – vorausgesetzt, es hat Internet.
  4. Heben Sie Ihre Beobachtung für die nächste Rückmeldung auf. Das Fenster für den Warntag 2026 ist zu: Das BBK hat Rückmeldungen nur vom 10. bis zum 17. September auf warntag-umfrage.de entgegengenommen (BBK, Bundesweiter Warntag; BBK, Pressemitteilung vom 10. September 2026). Der nächste Bundesweite Warntag ist der 9. September 2027 (BBK, Bundesweiter Warntag); ob das BBK dann wieder eine Umfrage öffnet, sagt es erst kurz vorher. Notieren Sie sich bis dahin, welches Gerät geschwiegen hat und mit welcher Version – ohne diese Angabe nützt die Meldung wenig.
  5. Planen Sie einen Kanal ohne Handy ein. Ein Batterie- oder Kurbelradio aus der BBK-Checkliste warnt auch dann, wenn das Mobilfunknetz ausfällt.

Warum gehört eine geladene Powerbank zum Vorrat?

Eine Warnung nützt nur, wenn das Handy noch läuft. Genau dort lag in Berlin im Januar 2026 ein Teil des Problems: Die Katastrophenforschung der FU Berlin zählt das Laden der Telefone zu den Dingen, die während des viertägigen Ausfalls nicht mehr funktionierten (FU Berlin, 2026); zudem war der Mobilfunk betroffen – allein bei O2 waren es 18 Sender, bei Vodafone 39 Standorte (Wikipedia, 2026). Einheitliche Vorgaben, wie lange ein Mobilfunkmast ohne Netzstrom weitersenden muss, gibt es in Deutschland nicht; nach Branchenangaben, die Verivox zusammengetragen hat, halten viele Basisstationen nur etwa 30 Minuten durch, manche einige Stunden (Verivox, Sekundärquelle). Was bei einem Ausfall zuerst wegfällt – Router, Festnetz, Mobilfunk – und wie lange Powerbank oder Powerstation einen Router versorgen können, steht im Beitrag Handynetz und Internet bei Stromausfall.

Das BBK setzt die aufgeladene Powerbank deshalb ausdrücklich auf seine Checkliste (BBK, Checkliste 2025). Wie viel eine Powerbank tatsächlich liefert, steht allerdings nicht auf der Verpackung: Die Angabe in Milliamperestunden bezieht sich auf die Zellen, nicht auf das, was am Kabel ankommt, und beim Umwandeln geht ein Teil verloren. Wie oft eine 20 000-mAh-Powerbank Ihr Handy wirklich lädt, rechnet unser Rechner mit wählbarem Wirkungsgrad aus – und umgekehrt, welche Kapazität Sie für eine bestimmte Zahl von Ladungen brauchen. Was außer der Powerbank ins Gepäck gehört, wenn Sie das Haus verlassen müssen, steht im Notfallrucksack nach der Checkliste des BBK.

Für einen mehrtägigen Ausfall reicht eine Powerbank allein nicht: Wer Router, Licht oder den Kühlschrank versorgen will, landet bei einer Powerstation. Welche Leistung und Kapazität das erfordert, zeigen der Watt-Rechner für Notstrom und der Rechner für Akku und Wechselrichter. Den Gesamtbedarf für die vom BBK empfohlenen zehn Tage – Wasser, Lebensmittel und Strom – stellt der Vorratsplaner nach Haushaltsgröße zusammen; weitere Texte zum Stromausfall finden Sie in der Ratgeber-Übersicht.

Häufige Fragen

Was ist Cell Broadcast – und kann ich eine Testnachricht selbst auslösen?

Cell Broadcast ist ein Rundruf des Mobilfunknetzes: Der Mast schickt die Warnung an alle geeigneten Handys in seiner Funkzelle – ohne App, ohne Anmeldung und ohne Internetverbindung. In Deutschland läuft der Kanal seit dem 23. Februar 2023 und setzt mindestens Android 11 oder iOS 16.1 voraus (BBK, 2023). Eine Testnachricht selbst auslösen können Sie nicht – jedenfalls ist uns kein Weg bekannt, auf dem eigenen Gerät eine Cell-Broadcast-Warnung zu erzeugen. Ausgelöst wird eine Probewarnung am bundesweiten Warntag, und der nächste ist der 9. September 2027 (BBK, Bundesweiter Warntag). Bis dahin lässt sich nur prüfen, ob die Schalter am Gerät richtig stehen.

KATWARN oder NINA – was ist der Unterschied?

NINA ist die App des BBK und bündelt auch KATWARN- und BIWAPP-Meldungen, sodass eine App für alle drei genügt (test.de, 2023). KATWARN stammt vom Fraunhofer-Institut FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer, ist ebenfalls kostenlos und lässt sich zusätzlich per SMS auf einem einfachen Handy empfangen; seine Nutzung kann sich nach Angaben des Betreibers regional unterscheiden (KATWARN, Das Warnsystem und Offiziell angeschlossen). Zwingend ist keine der beiden: Cell Broadcast erreicht jedes geeignete Handy in der Funkzelle ohne App. Sinnvoll sind sie trotzdem, denn NINA liefert ausführlichere Meldungen – setzt aber eine Internetverbindung voraus. Das BBK führt die Warn-App auf seiner Checkliste (BBK, Checkliste 2025), und die Stiftung Warentest hielt es 2023 für sinnvoll, neben NINA eine zweite Warn-App zu installieren (test.de, 2023).

Funktioniert Cell Broadcast auch bei Stromausfall?

Solange der Mobilfunkmast in Ihrer Nähe sendet, ja – Cell Broadcast braucht keinen Internetzugang. Bei einem längeren Ausfall hängt alles von der Notstromversorgung der Basisstationen ab, für die es keine einheitlichen Vorgaben gibt; in Berlin waren im Januar 2026 allein 18 Sender von O2 und 39 Standorte von Vodafone betroffen (Wikipedia, 2026). Ein geladenes Handy und ein Batterieradio ergänzen die Warnung, ersetzen sie aber nicht.

Kann ich Cell Broadcast deaktivieren oder ausschalten?

Teilweise. Warnstufe 1 lässt sich nach Angaben des BBK nicht deaktivieren, die Stufen 2 und 3 schon; das BBK rät davon ab, sie auszuschalten (BBK, Technische Informationen). Bei Samsung kommt ein eigener Schalter für Testwarnungen hinzu, der ab Werk aus ist (Samsung, 25.08.2026). Auf welcher Stufe die Probewarnung 2026 lief, hat das BBK nicht mitgeteilt; Entwarnungen über Cell Broadcast verschickt es immer auf Stufe 3 (BBK, Pressemitteilung vom 25. November 2025) – deshalb ist es der sicherste Weg, alle Schalter einzuschalten.

Quellen

  • BBK, Pressemitteilung zum bundesweiten Warntag 2026 (03.09.2026) – Termin 10. September 2026, 11:00 und 11:45 Uhr, sechster bundesweiter Warntag, „Testwarnung“ um 11:00 Uhr, Sirenen und Lautsprecherwagen der Kommunen.
  • BBK, Positive Bilanz zum Bundesweiten Warntag 2026 (10.09.2026) – erste Bilanz, Warnung über Fernsehen, Radio, Cell Broadcast, Warn-Apps und Stadtinformationstafeln, Umfrage vom 10. bis 17. September 2026, wissenschaftliche Auswertung.
  • BBK, Bundesweiter Warntag – „in der Regel jährlich am zweiten Donnerstag im September“, Warntag 2026 am 10. September, nächster Warntag am 9. September 2027, Entwarnung über dieselben Kanäle wie die Warnung, Umfrage „bis zum 17. September 2026“, freiwillige Teilnahme der Kommunen, „nicht nötig, sich auf den Warntag vorzubereiten“, „keine reale Bedrohung“.
  • BBK, Cell Broadcast: Entwarnung jetzt möglich (25.11.2025) – Entwarnung per Cell Broadcast seit diesem Tag, immer in Warnstufe 3, Empfehlung, Warnstufe 3 eingeschaltet zu lassen.
  • Apple, Offizielle Warnmeldungen, Notfallwarnungen und erweiterte Sicherheitshinweise auf dem iPhone (Stand 19.12.2025) – Menüpfad für iOS; vom BBK verlinkt.
  • Google, Im Notfall mit dem Android-Smartphone Hilfe anfordern – „Notfallbenachrichtigungen für Mobilgeräte“, Töne und Vibration, Hinweis auf Android 12; vom BBK verlinkt.
  • Samsung, Notfall-Benachrichtigung auf Galaxy Smartphones und Galaxy Watches (Stand 25.08.2026) – Menüpfad, Testwarnungen ab Werk deaktiviert, Angaben zum Testgerät und zur Abweichung je nach Modell; vom BBK verlinkt.
  • BBK, Pressemitteilung zum Start von Cell Broadcast (2023) – Start am 23. Februar 2023, Android 11 und iOS 16.1.
  • BBK, Cell Broadcast: Technische Informationen – Warnstufen, Voraussetzungen am Gerät.
  • BBK, FAQ zu Cell Broadcast (Frage „Warum habe ich keine Warnung erhalten?“) – Ursachen für ausbleibende Warnungen.
  • BBK, Warn-App NINA (zuletzt gelesen am 28. September 2026) – Standortabfrage; „Abonnieren Sie Gebiete und Orte, für die Sie gewarnt werden möchten“ und „Sonst erhalten Sie keine Warnung der Warn-App NINA auf Ihr Smartphone.“; Links zu Google Play, App Store und zur APK; Hinweis, dass für Push-Benachrichtigungen „bestimmte Systemeinstellungen notwendig“ sind, mit eigenen Anleitungen für iOS und Android; zur Website: „Neben der Warn-App NINA gibt es für weitere Betriebssysteme die Website ‚Warnmeldungen in der Übersicht‘. Sie zeigt alle aktuellen Warnmeldungen der Warn-App NINA“, ortsbezogene Auswahl, RSS-Feed, „Browser-Benachrichtigungen als Push-Benachrichtigung auf dem Computerbildschirm“, „Hierfür sind kein Nutzerkonto oder eine Angabe von Daten erforderlich.“
  • KATWARN (Betreiber laut Impressum TURMsolutions GmbH), Seiten Das Warnsystem, Warnungen fürs Smartphone, Warnungen per SMS / E-Mail und Offiziell angeschlossen (alle gelesen am 28. September 2026) – „KATWARN wurde entwickelt vom Fraunhofer-Institut FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer“, „Persönlicher Testalarm“ unter den Funktionen, „KATWARN-App kostenlos installieren“, Anmeldung per SMS für eine Postleitzahl und der Hinweis „Der SMS-/E-Mail-Service bietet keine Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes DWD“, sowie: „Da die Verantwortung für Warnungen in Deutschland je nach Gefahrensituation auf verschiedene Einrichtungen verteilt ist, kann sich die Nutzung von KATWARN regional unterscheiden.“ Angaben des Betreibers, nicht einer Behörde.
  • BBK, Checklisten zur Vorsorge für Krisen und Katastrophen – Warn-App, Radio, Powerbank, Telefonliste.
  • Stiftung Warentest, Katastrophen-Warn-Apps (04.01.2023) – zweite App, Cell Broadcast in überlasteten Netzen, Nutzerzahl von NINA.
  • FU Berlin, Katastrophenforschungsstelle, Beitrag zum Berliner Stromausfall (16.01.2026) – Cell Broadcast und NINA in Berlin, Laden der Telefone.
  • Wikipedia, Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz 2026 – 45 000 Haushalte, rund vier Tage, betroffene Mobilfunkstandorte; Sekundärquelle.
  • Verivox, Pressemitteilung zu Notstrom für Festnetz und Mobilfunk – Laufzeit der Basisstationen; Sekundärquelle.
  • heise online, Bundesregierung lehnt starre Notstrom-Vorgaben für Handynetze ab – keine einheitlichen Vorgaben.

Die Angaben des BBK haben wir am 5. September 2026 nachgelesen, die Menüpfade am 6. September 2026, die Angaben zum Warntag 2026 am 17. September 2026 und die Seite zur Warn-App NINA sowie die vier Seiten von KATWARN am 28. September 2026. PrepGear führt keine eigenen Tests durch; wie wir rechnen und was wir nicht wissen, steht in der Methodik.