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Redaktion PrepGear – unabhängige Recherche, ohne Labor und ohne eigene Produkttests. Jede Zahl hat eine Quelle oder ist als eigene Schätzung gekennzeichnet; Rechenwege und womit wir Geld verdienen, stehen in der Methodik.

Powerstation-Rechner: 1.000, 2.000 oder 3.000 Watt – und wie lange eine Powerstation oder ein Akku bei Stromausfall reicht

Eine fertige Powerstation trägt ihre Kapazität auf dem Gehäuse: „1024 Wh“ – an der Steckdose kommen davon nach unserer Schätzung rund 80 % an. Ein selbst zusammengestelltes System wird in Amperestunden verkauft – „100 Ah, 12 V“ – und der Käufer multipliziert das eine mit dem anderen. An der Steckdose kommen davon bei einem selbst gebauten LiFePO4-Akku rund zwei Drittel an, bei einem Blei-Akku (AGM, Gel) knapp die Hälfte. Unten rechnen wir aus, wie viel genau und warum – mit Ihrer Zahl, ob sie nun in Amperestunden oder in Wattstunden auf dem Gerät steht.

Wie lange hält meine Powerstation oder mein Akku?

Zuerst die Frage, wie lange ein vorhandener Akku oder eine Powerstation reicht. Tragen Sie ein, was Sie haben: Selbstbau-Akkus sind in Amperestunden beschriftet, fertige Speicher und Powerstations in Wattstunden. Einen Selbstbau-Akku rechnen wir mit Entladetiefe und Wirkungsgrad einzeln, eine fertige Powerstation mit einer Reserve von ×1,25 – wie im Vorratsplaner. Für CPAP-Geräte und Sauerstoffkonzentratoren stehen die Herstellerwerte und die Stunden aus dem Akku im Text CPAP und Sauerstoffkonzentrator an der Powerstation.

Wie ist Ihr Akku beschriftet?

Dauerleistung dessen, was laufen soll – sie steht auf dem Typenschild des Geräts.

5,4 h

Naives Multiplizieren von 100 Ah × 12 V ergäbe 8 h – 47 % zu hoch.

Auf dem Etikett
1.200 Wh
Entnehmbar
960 Wh
Kommt an der Steckdose an
816 Wh

Gerechnet mit 80 % Entladetiefe (LiFePO4) und 85 % Wirkungsgrad der Kette – beides unsere Annahme, keine Messung.

Welchen Akku und Wechselrichter brauchen Ihre Geräte?

Was laufen soll

System

342 Ah bei 12 V

So viel müssen Sie kaufen, um 232 W über 12 h zu liefern.

Benötigte Energie
2.784 Wh
Nennkapazität des Akkus
4.094 Wh
Davon nutzen Sie tatsächlich
3.275 Wh (80 %)
Wechselrichter: Dauerleistung (inkl. Anlauf)
952 W
Strom aus dem Akku
22,7 A
Vollständige Ladung
13,6 h

Powerstation 1000 Watt oder 2000 Watt: Was reicht wofür?

Die Leistung in Watt – ob 1.000 W, 2.000 W oder 3.000 W Dauerleistung – entscheidet, ob ein Gerät an der Powerstation überhaupt anläuft. Wie lange es danach läuft, sagen die Wattstunden (Wh), also die Kapazität des Akkus.

Reicht eine Powerstation mit 1.000 W, 2.000 W oder 3.000 W Dauerleistung?
Geräte Betrieb mit Anlauf 1.000 W?2.000 W?3.000 W?
Router, LED-Licht, Laptop und Fernseher 202 W 202 W jajaja
Gastherme (Steuerung und Zündung) mit Umwälzpumpe 210 W 360 W jajaja
Kühlschrank 180 W 900 W jajaja
Gefriertruhe 200 W 1.000 W jajaja
Kühlschrank und Gefriertruhe zusammen 380 W 1.180 W neinjaja
Kühlschrank, Gefriertruhe, Licht, Router, Gastherme und Umwälzpumpe 642 W 1.442 W neinjaja
Wasserkocher 2.400 W 2.400 W neinneinja
Brunnenpumpe (Tiefbrunnenpumpe) 1.100 W 4.400 W neinneinnein

„Mit Anlauf“: Betriebsleistungen addiert, dazu der schwerste Anlauf – genau wie im Rechner oben. „ja“ heißt: Es reicht auch mit 20 % Reserve über der Betriebsleistung, mit der der Rechner den Wechselrichter auslegt. „knapp“ heißt: Es reicht nur ohne diese Reserve. „nein“ heißt: Die Leistung mit Anlauf ist größer als die Dauerleistung der Powerstation. Die Anlauffaktoren von Kühlschrank und Gefriertruhe stammen von Samlex; die übrigen Faktoren und alle Betriebsleistungen sind unsere Schätzung. Maßgeblich ist das Typenschild Ihres Geräts.

1.000 W reichen für Router, Licht, Laptop und Fernseher, für die Elektronik der Gastherme samt Umwälzpumpe und für einen Kühlschrank (900 W mit Anlauf) oder eine Gefriertruhe (1.000 W) – jeweils allein. 2.000 W brauchen Sie, sobald Kühlschrank und Gefriertruhe an derselben Powerstation hängen (1.180 W) oder dazu noch Licht, Router und die Heizung (1.442 W). Ein Wasserkocher mit 2.400 W liegt schon über der 2.000-W-Klasse, und mit Reserve sind es 2.880 W – also die 3.000-W-Klasse. Eine Brunnenpumpe verlangt mit Anlauf 4.400 W – mehr, als die 3.000-W-Klasse liefert. Wie viel Akkukapazität ein Liter kochendes Wasser verbraucht und was eine Gaskartusche dagegen leistet, rechnet Wasserkocher an der Powerstation: Akku gegen Gaskartusche. Ob dann eine große Powerstation oder ein Notstromaggregat passt, klärt der Watt-Rechner für Notstrom.

Wie lange es reicht, hängt nicht an den Watt, sondern an den Wattstunden. Wir teilen die Kapazität vom Gehäuse durch 1,25: Aus 1.024 Wh werden rund 819 Wh, und ein Kühlschrank mit 180 W im Dauerbetrieb läuft damit etwa 4,6 Stunden – in Wirklichkeit länger, weil der Kompressor in Zyklen arbeitet. Ihre eigene Zahl rechnen Sie oben unter „Wie lange hält meine Powerstation oder mein Akku?“ aus.

Welche Powerstation für den Kühlschrank?

Für einen Kühlschrank allein reicht schon die 1.000-W-Klasse: Er braucht mit Anlauf 900 W. Die Frage ist dann nicht die Leistung, sondern die Kapazität. Eine Powerstation mit 1.024 Wh versorgt einen Kühlschrank im Dauerbetrieb mit 180 W etwa 4,6 Stunden – in Wirklichkeit länger, weil der Kompressor in Zyklen arbeitet. Für einen ganzen Tag mit Router und Licht brauchen Sie mehr. Welche Modelle aus unserem Katalog das erreichen, mit Preis je Wh, Umschaltzeit und Zyklenzahl, zeigt der Powerstation-Vergleich nach Datenblatt: Preis pro Wh und USV.

Balkonkraftwerk mit Speicher: Wie groß muss der Speicher sein?

Die Größe berechnet sich nicht aus dem Wunsch, sondern aus zwei Grenzen. Nach oben begrenzt sie der Ertrag. Ein Speicher, der nur aus den Modulen geladen wird, nimmt nie mehr auf, als die Module liefern. Zwei Module mit je 400 W senkrecht am Südbalkon in Berlin – zusammen 800 W – liefern nach den Monatsmitteln von PVGIS (Version 5.3, Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission, Verlustannahme 14 %) im Juni im Schnitt 1.824 Wh am Tag, im Dezember nur 832 Wh. Ein Speicher mit rund 1,8 kWh – so viel, wie ein durchschnittlicher Junitag hergibt – braucht im Dezember nach denselben Daten etwa 2,2 Tage für eine einzige Füllung. Das sind Modellwerte, keine Messung an Ihrem Balkon; für andere Städte, Monate und Ausrichtungen rechnet der Solarrechner.

Nach unten begrenzt sie Ihr eigener Verbrauch. Aufnehmen kann der Speicher nur, was Sie in den Sonnenstunden ohnehin nicht verbrauchen, und leer wird er nur, wenn abends und nachts genug Verbrauch anfällt. Was über Nacht nicht entladen wird, steht am nächsten Morgen der Ladung im Weg. Wir halten deshalb bei 800 W Modulleistung einen Speicher in der Größenordnung eines Sommertagesertrags für die obere sinnvolle Grenze: Jede Kilowattstunde darüber füllt sich selbst im besten Monat nicht jeden Tag. Das ist unsere Einschätzung, keine Messung und keine Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Zwei Dinge klärt diese Seite dabei ausdrücklich nicht. Die Amortisation: Wie knapp die Rechnung bei einem Speicher aufgeht, zeigt für Haushalte ohne eigene Photovoltaik der Rechner für dynamische Stromtarife – dort trägt der Speicher nach unserer Rechnung seine Kosten nicht. Den Stromausfall: Ein Balkonkraftwerk schaltet dann ab, auch bei Sonne, und Notstrom gibt es nur aus einem Speicher mit Notstromsteckdose. Wie groß der für Kühlschrank, Router und Licht sein muss, rechnet Balkonkraftwerk bei Stromausfall mit Ihren Geräten nach. Wie lange eine bestimmte Kapazität eine bestimmte Last trägt, sagt der Rechner oben im Modus Wattstunden. Und den Anschluss: Ob der Speicher AC- oder DC-gekoppelt ist, ob Ihre Module in sein PV-Eingangsfenster passen, wo er stehen darf und wer ihn anschließen darf, klärt Balkonkraftwerk-Speicher anschließen.

Woher die Zahlen stammen

Aus drei Faktoren, von denen keiner auf dem Etikett des Akkus steht, und aus zwei eigenen Festlegungen (die letzten beiden Absätze).

Entladetiefe. Ein Blei-Säure-Akku (AGM, Gel), der regelmäßig unter die Hälfte entladen wird, verliert sehr schnell an Lebensdauer – wir rechnen daher mit 50 % seiner Kapazität. Für LiFePO4 nehmen wir 80 % an: Entladen lässt sich die Batterie zwar bis hundert Prozent, ihre Zyklenzahl geben die Hersteller aber für achtzig Prozent Entladetiefe an. Beide Werte sind in der Branche übliche Bezugspunkte, keine Messung eines bestimmten Modells.

Wirkungsgrad des Wechselrichters. Ein guter Sinus-Wechselrichter erreicht im Optimum typischerweise 90–93 % – ein in Herstellerdatenblättern üblicher Bereich, unsere Einschätzung und kein Messwert; bei kleiner Last sinkt der Wert, dazu kommen Eigenverbrauch und Leitungsverluste. Der ADAC hat 2025 bei mobilen Powerstations im Schnitt gut 10 bis 15 Prozent weniger nutzbare als Bruttokapazität gemessen, dazu teils schon 30 W Eigenverbrauch bei eingeschaltetem Wechselrichter. Wir rechnen mit 85 % für die gesamte Kette.

Anlaufstrom. Der Kompressor eines Kühlschranks zieht beim Start ein Vielfaches seiner Betriebsleistung. Ein Wechselrichter, der das nicht aushält, startet den Kühlschrank kein einziges Mal – ganz gleich, wie groß der Akku ist. Die Faktoren übernehmen wir aus dem Watt-Rechner für Notstrom, wo ihre Quelle beschrieben ist.

Fertige Powerstation. Steht die Kapazität in Wattstunden auf dem Gehäuse, rechnen wir nicht mit Entladetiefe und Wirkungsgrad einzeln, sondern teilen sie durch 1,25 – dieselbe Reserve für Wechselrichterverluste und Entladetiefe, mit der der Vorratsplaner die Powerstation auswählt. An der Steckdose kommen so 80 % an, bei einem LiFePO4-Akku in Amperestunden 68 %. Beides ist unsere Annahme; die Regel steht in der Methodik (Abschnitt 3).

Leistung der Geräte. Die Betriebsleistungen in der Liste oben – etwa Gastherme 150 W, Kühlschrank 180 W – sind unsere Annahmen, dieselben wie im Watt-Rechner für Notstrom. Maßgeblich ist das Typenschild Ihres Geräts.

Die Zahl, die Verkäufer nicht nennen

Der Strom, der aus dem Akku fließt. Bei 12 V bedeuten 2000 W Last – mit den Verlusten des Wechselrichters – knapp 200 Ampere. Bei solchen Strömen sind gewöhnliche Leitungen, Steckverbinder und Sicherungen am Ende – und mit ihnen der Sinn von zwölf Volt. Deshalb warnt der Rechner oben ab 100 A – eine eigene Schwelle, keine Normvorgabe; bei 12 V entspricht sie rund einem Kilowatt Last – und empfiehlt dann 24 oder 48 V: Bei gleicher Leistung ist der Strom halb beziehungsweise ein Viertel so groß.

Der Rechner zeigt diesen Strom direkt an und warnt, wenn er zu hoch wird. Das ist die eine Stelle, an der Selbstbau nicht nur unwirtschaftlich, sondern gefährlich sein kann.

Und noch etwas gilt für jede Eigenbaulösung, die mehr als ein einzelnes Gerät versorgen soll: Ein Wechselrichter speist – wie ein Notstromaggregat – nie über eine Steckdose in die Hausinstallation ein. Der Anschluss an das Hausnetz erfolgt über eine Netzumschaltung, die eine Verbindung mit dem öffentlichen Netz ausschließt. Arbeiten an der Hausinstallation dürfen nach § 13 Abs. 2 NAV nur eingetragene Installationsunternehmen ausführen; die technischen Anforderungen an eine solche Ersatzstromeinspeisung beschreibt DIN VDE V 0100-551-2. Die Gleichstromseite eines Inselsystems, das mit der Hausinstallation nicht verbunden ist, fällt nach unserem Verständnis nicht unter § 13 NAV. Querschnitt und Sicherung zwischen Akku und Wechselrichter rechnet der Kabelquerschnitt-Rechner für Wechselrichter und Batterie. Bei 200 A und mehr wird eine schlecht verpresste Verbindung heiß – wer das noch nie gemacht hat, lässt die Verbindungen von einer Elektrofachkraft herstellen oder prüfen.

Auch bei kleinen Akkus hilft die Umrechnung auf Wattstunden: Eine Powerbank trägt ihre Kapazität in Milliamperestunden auf dem Gehäuse, und erst die Umrechnung zeigt, wie viel Energie das ist. Wie aus mAh Wattstunden werden und wie viele Handyladungen daraus folgen, rechnet der Powerbank-Rechner: mAh in Wh umrechnen.

Autobatterie mit Wechselrichter betreiben: was geht, was die Starterbatterie zerstört

Einen Wechselrichter für 12 V können Sie an jede 12-V-Batterie klemmen, auch an die Starterbatterie im Auto. Die Frage ist nicht, ob das funktioniert, sondern wie lange es reicht – und was danach von der Batterie übrig ist.

Wie lange es reicht. Eine Starterbatterie mit 60 Ah bei 12 V – eine übliche Größe, unser Beispiel – ergibt rechnerisch 720 Wh. Mit unserem Ansatz für Blei-Akkus – 50 % Entladetiefe und 85 % Wirkungsgrad der Kette – bleiben davon rund 306 Wh: etwa 2 Stunden bei 150 W Last und nur 1,7 Stunden für einen Kühlschrank mit 180 W. Diese Zahl ist noch freundlich gerechnet: 50 % Entladetiefe sind der Bezugswert für eine Versorgungsbatterie, nicht für die Batterie, die anschließend den Motor starten soll. Mit Ihrer eigenen Amperestundenzahl rechnet der Rechner oben im Modus Amperestunden.

Was die Starterbatterie zerstört. Stundenlanges Entladen ist nicht ihre Aufgabe. Der Batteriehersteller Banner schreibt auf seiner Seite „Batteriewissen“: „Eine konventionelle Starterbatterie ist, wie der Name schon sagt, grundsätzlich für eines konzipiert, einen hohen kurzen Energieschub zu liefern um das Kraftfahrzeug zu starten.“ Dazu kommt die Folge, für die man nichts rechnen muss: Wer die Starterbatterie im Stromausfall leer fährt, startet damit auch den Motor nicht mehr. Für den zyklischen Betrieb gibt es Versorgungsbatterien; berechnen können Sie sie oben – als Blei-Akku („AGM / Gel“) oder als „LiFePO4“.

„Autobatterie über den Wechselrichter laden“ geht nicht. Ein Wechselrichter macht aus 12 V Gleichspannung 230 V Wechselspannung: Er entnimmt der Batterie Energie, er gibt ihr keine zurück. Geladen wird sie von der Lichtmaschine im Fahrbetrieb oder von einem Ladegerät am Netz. Lassen Sie den Motor dafür nicht in der geschlossenen Garage laufen – Abgase enthalten Kohlenmonoxid, und das riecht man nicht; was dazu für Verbrennungsmotoren gilt, steht im Beitrag Notstromaggregat zu Hause anschließen.

Die zweite Grenze ist der Strom. 150 W an 12 V sind mit unserem Wirkungsgrad rund 15 A; ein Wasserkocher mit 2.400 W würde rund 235 A ziehen – ein Vielfaches unserer Warnschwelle von 100 A. Die 12-V-Buchse im Fahrzeug ist abgesichert; welche Leistung sie verträgt, steht in der Betriebsanleitung Ihres Autos. Alles darüber gehört an die Batterieklemmen – und dann entscheiden Querschnitt und Sicherung mit, die der Kabelquerschnitt-Rechner für Wechselrichter und Batterie ausrechnet.

Quelle des Zitats: Banner Batterien, Batteriewissen „Was ist eine Starterbatterie (SLI)“ (abgerufen am 27.09.2026). Entladetiefe, Wirkungsgrad und die Beispielgröße von 60 Ah sind unsere Annahmen, keine Messung an Ihrem Fahrzeug.

Was dieser Rechner nicht berechnet

Den Verbrauch rechnen wir bei Dauerbetrieb aller markierten Geräte. Ein Kühlschrank läuft in Wirklichkeit in Zyklen, die tatsächliche Laufzeit ist also länger als angezeigt. Zu niedrig anzusetzen wäre schlimmer: Wer zu wenig kauft, steht ohne Kühlschrank da; wer mit Reserve kauft, hat zu viel bezahlt.

Nicht berechnet werden Verluste bei Frost (die Kapazität sinkt), die Alterung der Zellen, der Eigenverbrauch eines Ladereglers und die Kosten der Installation. Auch der Eigenverbrauch des Wechselrichters selbst steht nicht als eigener Posten in der Rechnung – der ADAC hat 2025 bei mobilen Powerstations teils schon 30 W im eingeschalteten Zustand festgestellt. Bei großer Last fällt das kaum ins Gewicht; wer nur einen Router mit 12 W versorgt, addiert diese Watt besser zur Last, sonst fällt die Laufzeit deutlich zu günstig aus. Leitungen und Absicherung legt dieser Rechner nicht aus, weil sie von der Leitungslänge abhängen; dafür gibt es einen eigenen Rechner für den Kabelquerschnitt zwischen Batterie und Wechselrichter.

Häufige Fragen

Wie viel Energie liefert ein Akku mit 100 Ah und 12 V wirklich?

Nominell 1200 Wh, an der Steckdose kommt weniger an. LiFePO4 liefert bei 80 % Entladetiefe und 85 % Wirkungsgrad des Wechselrichters etwa 816 Wh; AGM bei 50 % Entladung etwa 510 Wh. Der Rest bleibt in der Batterie oder wird im Wechselrichter zu Wärme.

Wie lange hält eine Powerstation mit 1024 Wh?

Nach unserer vorsichtigen Rechnung bei 150 W rund 5,5 Stunden: Die Zahl auf dem Gehäuse ist die Bruttokapazität der Zellen. Wir teilen 1024 Wh durch 1,25 – die Reserve für Wechselrichterverluste und Entladetiefe, mit der auch der Vorratsplaner die Powerstation auswählt (Methodik, Abschnitt 3) –, es bleiben etwa 819 Wh. Bei einem Akku in Amperestunden rechnen wir Entladetiefe und Wirkungsgrad einzeln: Bei LiFePO4 kommen dort 68 % der Kapazität vom Etikett an, bei einer Powerstation 80 %. Für Ihr Gerät stellen Sie den Rechner im Abschnitt „Wie lange hält meine Powerstation oder mein Akku?“ auf Wattstunden um; die Fragen nach Spannung und Akkutyp entfallen dann. Der ADAC hat 2025 bei mobilen Powerstations im Schnitt gut 10 bis 15 Prozent weniger nutzbare als Bruttokapazität gemessen; unsere Annahme rechnet bewusst noch etwas knapper.

Welche Powerstation-Leistung brauche ich?

Bei Geräten mit Motor oder Kompressor entscheidet der Anlauf, nicht die Betriebsleistung. Nach unserer Rechnung reichen 1.000 W Dauerleistung für einen Kühlschrank (900 W mit Anlauf) oder eine Gefriertruhe (1.000 W) allein; beide zusammen verlangen 1.180 W, also die 2.000-W-Klasse. Ein Wasserkocher mit 2.400 W braucht mit 20 % Reserve 2.880 W. Die Anlauffaktoren für Kühlgeräte stammen vom Wechselrichterhersteller Samlex, die Betriebsleistungen sind unsere Schätzung – maßgeblich ist das Typenschild Ihres Geräts.

Welchen Wechselrichter von 12 V auf 230 V brauche ich?

Die 12 V sind die Akkuseite, die 230 V die Steckdose. Maßgeblich ist die Dauerleistung: Sie muss die Betriebsleistung aller Geräte tragen und dazu den schwersten Anlauf. Für Kühlschrank, Licht und Router rechnet dieser Rechner mit 232 W im Betrieb und 952 W Dauerleistung des Wechselrichters. Bei Motoren, Kompressoren und Heizungselektronik nehmen wir reinen Sinus statt eines modifizierten – unsere Empfehlung, keine Messung. Und achten Sie auf den Strom auf der Akkuseite: Ab 100 A, bei 12 V also rund einem Kilowatt Last, empfehlen wir 24 oder 48 V, weil der Strom sonst Leitungen und Steckverbinder überfordert.

Startet ein Wechselrichter mit 300 W einen Kühlschrank?

In der Regel nicht. Der Kompressor zieht beim Start ein Vielfaches seiner Betriebsleistung – der Wechselrichterhersteller Samlex gibt für Kühlgeräte den Faktor fünf an, bezogen auf die Dauerleistung der Quelle. Ein Kühlschrank mit 180 W im Betrieb braucht also eine Quelle mit etwa 900 W Dauerleistung.

Welche Entladetiefe nehmen Sie für LiFePO4 und AGM an?

80 % für LiFePO4 und 50 % für Blei-Säure (AGM, Gel). Das sind in der Branche übliche Werte aus Herstellerdatenblättern, keine Messung eines bestimmten Exemplars – und so sind sie auf der Seite auch gekennzeichnet.

Warum rechnen Sie den Wechselrichter mit 20 % Leistungsreserve?

Ein Wechselrichter an der Leistungsgrenze wird heiß und schaltet in den Schutzmodus. Zwanzig Prozent Reserve über der Dauerleistung sind übliche Auslegungspraxis, keine Normvorgabe – deshalb sind sie als unsere Annahme gekennzeichnet. Ist ein Motor oder Kompressor dabei, nennen wir den größeren der beiden Werte: diese Reserve oder die Dauerleistung, die der Anlauf nach dem Samlex-Faktor verlangt.

Wie viele Stunden Kühlschrank schafft ein Akku mit 100 Ah?

Bei 180 W Dauerlast und LiFePO4: etwa 816 Wh ÷ 180 W ≈ 4,5 Stunden. In der Praxis länger, weil der Kompressor in Zyklen läuft und nicht ununterbrochen – der Rechner rechnet bewusst vorsichtig, damit niemand zu wenig kauft.

Darf ich den Wechselrichter an eine Steckdose im Haus anschließen?

Nein. Ein Wechselrichter speist wie ein Notstromaggregat nie über eine Steckdose in die Hausinstallation ein. Der Anschluss an das Hausnetz erfolgt über eine Netzumschaltung, die eine Verbindung zum öffentlichen Netz ausschließt – installiert von einem eingetragenen Installationsunternehmen (§ 13 Abs. 2 NAV) nach den VDE-Vorschriften für die Ersatzstromeinspeisung (DIN VDE V 0100-551-2). Einzelne Geräte schließen Sie direkt am Wechselrichter an.

Powerstation für den Stromausfall in Deutschland: sinnvoll, und wie lange hält sie?

Für die üblichen kurzen Ausfälle nicht: 2024 war ein Stromkunde in Deutschland rechnerisch 11,7 Minuten ohne Strom (Bundesnetzagentur, 2025). Für den seltenen langen Ausfall schon eher – im Südwesten Berlins dauerte er Anfang Januar 2026 vier Tage. Eine Powerstation überbrückt je nach Größe Stunden bis etwa einen Tag für Kühlschrank, Router und Licht; wie lange genau, rechnen Sie oben aus. Wie wahrscheinlich ein langer Ausfall ist, steht unter Wie wahrscheinlich ist ein langer Stromausfall? Wer ein Balkonkraftwerk hat: Es schaltet bei Stromausfall ab, auch bei Sonne. Wie Sie es mit Speicher oder Powerstation als Notstrom nutzen, steht in einem eigenen Beitrag.

Wie es weitergeht

Wie viel Leistung Sie überhaupt brauchen, berechnet der Watt-Rechner für Notstromaggregat und Powerstation. Wie viel Wasser, Lebensmittel und Strom Ihr Haushalt für zehn Tage braucht – der Vorratsplaner. Warum ein Router am 12-V-Ausgang einer Powerstation länger läuft als an der Steckdose, zeigt der Text Handynetz und Internet bei Stromausfall. Ob sich ein fest eingebauter Heimspeicher mit dynamischem Stromtarif lohnt – für Haushalte ohne eigene PV –, zeigt der Rechner für dynamische Stromtarife. Alle Werkzeuge auf einer Seite: Rechner. Wie wir rechnen und woher die Zahlen stammen – in der Methodik.