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Redaktion PrepGear – unabhängige Recherche, ohne Labor und ohne eigene Produkttests. Jede Zahl hat eine Quelle oder ist als eigene Schätzung gekennzeichnet; Rechenwege und womit wir Geld verdienen, stehen in der Methodik.

PV-Anlage planen: Wie viele Solarmodule passen auf Ihr Dach?

Geben Sie die Größe einer Dachfläche ein oder umranden Sie Ihr Dach auf dem Luftbild: Der Planer legt die Module mit Randabstand aus, rechnet die Leistung in kWp und den Ertrag Monat für Monat nach PVGIS-Daten – und prüft, was ein Speicher mit Notstromsteckdose im Dezember schafft. Kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Formular.

Maße statt Fläche eingeben

Mit Breite und Tiefe rechnet der Planer genauer als mit der Fläche allein. Sind beide Felder ausgefüllt, gelten sie statt der Fläche.

Modul: 430 Wp, 1.722 × 1.134 mm (unsere Annahme) – ändern

Wir rechnen mit einem verbreiteten Modulformat: 430 Wp, 1.722 × 1.134 mm, rund 1,95 m². Tragen Sie die Werte aus dem Datenblatt ein, wenn Sie Ihr Modul schon kennen.

Ohne Karte · Berlin · geschätzt

16 Module · 6,88 kWp

rund 7.220 kWh im Jahr, 1.049 kWh je kWp

Dezember, im Mittel je Tag
6,1 kWh
Juni, im Mittel je Tag
30,4 kWh
Ertrag je Monat
MonatAnteilkWhkWh/Tag
Jan2187,0
Feb37613,4
Mär61819,9
Apr83227,7
Mai90729,3
Jun91230,4
Jul88728,6
Aug83126,8
Sep70723,6
Okt48115,5
Nov2628,7
Dez1886,1

Ertrag geschätzt: PVGIS-Mittel für Berlin (35° Süd), umgerechnet auf Ihre Neigung und Ausrichtung mit PVGIS-Werten für die Mitte Deutschlands (eigene Schätzung).

Aus der Fläche allein nehmen wir ein Rechteck an, doppelt so breit wie tief (hier 10,0 × 5,0 m). Die Form ändert die Modulzahl – tragen Sie die Maße ein, wenn Sie sie kennen.

Module hochkant verlegt, 0,3 m Randabstand und 2 cm Fuge – unsere Annahmen, keine Vorgabe.

Notstrom-Check: Was ein Speicher im Dezember und im Juni schafft

Angenommen, der Strom fällt aus und ein Speicher mit Notstromsteckdose versorgt die Geräte, die direkt daran hängen. Der Check zeigt, wie lange der Speicherinhalt allein reicht und was der Ertrag Ihres Dachs im Monatsmittel dazu beitragen könnte. Speicher und Steckdose sind Beispielwerte – tragen Sie die Angaben aus dem Datenblatt Ihres Geräts ein.

Was an der Notstromsteckdose hängen soll

Nur aus dem Speicher: rund 2,7 Tage

Umgerechnet rund 66 Stunden – aus dem Speicherinhalt allein, ohne Nachladen.

  • Dezember: Das Dach liefert im Mittel rund 6,1 kWh am Tag. Nach Abzug unserer Reserve deckt das im Monatsmittel den Tagesbedarf – an trüben Tagen nicht.
  • Juni: Das Dach liefert im Mittel rund 30,4 kWh am Tag. Nach Abzug unserer Reserve deckt das im Monatsmittel den Tagesbedarf – an trüben Tagen nicht.
Kapazität laut Datenblatt
5 kWh
davon nutzbar (÷ 1,25, unsere Reserve)
4 kWh
Geräte pro Tag (2 Personen)
740 Wh
Eigenverbrauch Wechselrichter (30 W × 24 h)
720 Wh
Bedarf pro Tag zusammen
1.460 Wh

Reicht rechnerisch auch für den Anlauf: Beim Start braucht der Kühlschrank rund 900 W, zusammen mit den übrigen Geräten rund 952 W – die Steckdose liefert 1.000 W.

Ob der Speicher während eines Stromausfalls aus der Dachanlage nachlädt, hängt vom Wechselrichter und von der Notstromlösung ab. Steht es nicht ausdrücklich im Datenblatt, planen Sie mit dem Speicherinhalt allein. Ein Monatsmittel ist keine Tagesprognose: Eine Woche mit geschlossener Wolkendecke bringt Erträge nahe null.

Dieselbe Rechnung mit einem Balkonkraftwerk statt einer Dachanlage steht im Rechner „Wie lange reicht der Speicher bei Stromausfall?“. Welche Leistung Ihre Geräte beim Anlaufen wirklich brauchen, zeigt der Watt-Rechner für Notstrom mit Anlaufstrom.

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Wie viele Solarmodule passen auf mein Dach?

Als Faustregel braucht jedes Kilowatt Peak rund 4,5 m² Modulfläche – bei dem Modul, mit dem wir rechnen: 430 Wp, 1.722 × 1.134 mm, rund 1,95 m². Das ist unsere Annahme für ein verbreitetes Format; Ihr Modul tragen Sie oben unter „Modul … ändern“ ein. Auf dem Dach braucht es mehr Platz: Zum Rand bleiben in unserer Rechnung 0,3 m frei, zwischen den Modulen 2 cm, und eine angefangene Reihe passt nicht. Auf eine Dachfläche von 10 × 5 m nach Süden mit 35° Neigung legt der Planer 16 Module mit 6,88 kWp; in Berlin sind das nach PVGIS rund 7.220 kWh im Jahr.

Für 10 kWp brauchen Sie 24 Module mit zusammen rund 47 m² – und eine rechteckige Dachfläche ab rund 61 m², wenn sie doppelt so breit wie tief ist. Schornsteine, Dachfenster und Gauben nehmen mehr Module weg, als ihre Fläche vermuten lässt: Jedes Modul, das sie berühren, entfällt. Auf der Karte tragen Sie sie als „Hindernis“ ein, und der Planer zeigt, wie viele Module sie kosten.

PV-Anlage nach Dachfläche berechnen: Warum die Form zählt

Zwei Dachflächen mit je 50 m² tragen nicht unbedingt gleich viele Module. Ein schmaler, langer Streifen oder das Dreieck eines Walmdachs verliert an den Rändern mehr als ein Rechteck. Geben Sie nur die Fläche ein, nimmt der Planer ein Rechteck an, das doppelt so breit wie tief ist; mit Breite und Tiefe oder mit dem Umriss auf dem Luftbild wird das Ergebnis genauer. Gemeint ist immer die schräge Dachfläche, nicht die Grundfläche des Hauses: Bei 35° Neigung ist die Dachfläche rund 22 % größer als ihr Grundriss. Auf dem Luftbild rechnet der Planer diesen Unterschied aus der Neigung, die Sie wählen.

PV-Ertrag pro kWp berechnen: Richtwerte für 14 Städte

Der Ertrag einer Anlage wird in Kilowattstunden je Kilowatt-Peak und Jahr angegeben – das ist der spezifische Ertrag, und mit ihm rechnet man den Ertrag jeder Anlagengröße hoch: Jahresertrag = Leistung in kWp × spezifischer Ertrag. Nach PVGIS-Daten liegt er bei 35° Neigung nach Süden im Mittel der 14 Städte bei rund 1.060 kWh je kWp, zwischen rund 990 kWh in Hamburg und rund 1.140 kWh in München. Eine unverschattete Südanlage mit 10 kWp kommt damit auf rund 10.600 kWh im Jahr. Für Ihre Dachflächen mit Ihrer Neigung und Ihrer Ausrichtung rechnet der Planer oben die Monatswerte einzeln aus.

Stadt kWh je kWp im Jahr 10 kWp im Jahr
München 1.140 11.400 kWh
Stuttgart 1.130 11.300 kWh
Freiburg im Breisgau 1.120 11.200 kWh
Frankfurt am Main 1.080 10.800 kWh
Leipzig 1.080 10.800 kWh
Nürnberg 1.070 10.700 kWh
Dresden 1.070 10.700 kWh
Berlin 1.050 10.500 kWh
Köln 1.040 10.400 kWh
Düsseldorf 1.030 10.300 kWh
Hannover 1.010 10.100 kWh
Bremen 1.000 10.000 kWh
Kiel 990 9.900 kWh
Hamburg 990 9.900 kWh

Die Werte gelten für 35° Neigung nach Süden und ohne Verschattung, gerechnet mit 14 % Systemverlusten – so heißt in PVGIS der Sammelposten für Kabel, Wechselrichter und Verschmutzung. Es sind Mittelwerte eines Modells über mehrere Jahre und keine Prognose für das nächste Jahr: Ein sonnenreiches Jahr liegt darüber, ein trübes darunter. Nicht enthalten ist der Schatten von Bäumen, Nachbarhäusern und Gauben – den kennt keine Datenbank, nur eine Begehung. Und der Ertrag ist nicht Ihre Ersparnis: Die hängt davon ab, welcher Anteil im Haus selbst verbraucht wird und was die eingespeiste Kilowattstunde bringt. Wie ungleich sich der Jahresertrag über die Monate verteilt, zeigt der Planer oben – im Dezember liefert dieselbe Anlage einen Bruchteil des Juni-Ertrags.

Ausrichtung und Neigung: Was Ost, West und Nord kosten

Nach PVGIS-Daten für die Mitte Deutschlands liefert eine Dachfläche mit 35° Neigung nach Südost oder Südwest rund 6 % weniger als nach Süden, nach Ost oder West rund 20 %, nach Nordost oder Nordwest rund 38 % und nach Norden rund 47 % weniger. Bei der Neigung ist der Spielraum groß: 20° kosten gegenüber 35° rund 4 %, 45° rund 1 %, waagerecht liegende Module rund 16 %. Eine Ost-West-Anlage liefert weniger je kWp, verteilt den Ertrag aber gleichmäßiger über den Tag. Auf der Karte fragt der Planer PVGIS für jede Dachfläche einzeln ab – mit ihrem Standort, ihrer Neigung und ihrer Ausrichtung.

Soll der Solarstrom eine Wärmepumpe mitversorgen, zählt der Winter mehr als die Jahressumme: Im Dezember liefert jede Anlage nur einen Bruchteil des Juni-Ertrags, während die Wärmepumpe am meisten braucht. Für ein Balkonkraftwerk zeigt der Rechner Wärmepumpe und Balkonkraftwerk Monat für Monat, welchen Anteil des Wärmepumpenstroms es deckt – mit und ohne Speicher.

Funktioniert die PV-Anlage bei Stromausfall? Und wann Notstrom sinnvoll ist

Eine gewöhnliche netzgekoppelte PV-Anlage liefert bei einem Stromausfall keinen Strom – auch nicht bei Sonne. Das ist kein Defekt, sondern Vorschrift: Der Netz- und Anlagenschutz nach VDE-AR-N 4105 trennt die Anlage vom Netz, sobald dort die Spannung fehlt, damit an einer vermeintlich abgeschalteten Leitung niemand in Gefahr gerät. Wie das beim Balkonkraftwerk aussieht, erklärt unser Artikel Balkonkraftwerk bei Stromausfall; für die Dachanlage gilt derselbe Grundsatz.

Drei Begriffe werden oft verwechselt. Das Photovoltaikforum unterscheidet Notstrom – eine eigene Steckdose am Gerät, an die Sie Verbraucher direkt anschließen –, Ersatzstrom – das ganze Haus, über eine Umschalteinrichtung, die ein Elektrofachbetrieb einbaut – und Inselbetrieb ganz ohne Netz. Arbeiten hinter der Hausanschlusssicherung darf nur ein eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 Abs. 2 NAV); die Anforderungen an eine Ersatzstromeinspeisung beschreibt die Vornorm DIN VDE V 0100-551-2. Was davon für ein Stromaggregat gilt, steht im Text Notstromaggregat zu Hause.

Ob sich eine Notstromfunktion lohnt, hängt vor allem davon ab, wie lange Sie überbrücken wollen. Im Schnitt war der Strom in Deutschland 2024 nur 11,7 Minuten weg (Bundesnetzagentur) – einzelne Ausfälle dauern aber Tage; wie wahrscheinlich das ist, rechnen wir gesondert nach. Der Notstrom-Check oben rechnet es für Ihr Dach durch: Kühlschrank, Router und Licht für zwei Personen brauchen samt Eigenverbrauch des Wechselrichters rund 1,5 kWh am Tag. Ein Speicher mit 5 kWh (Beispielwert) reicht dafür rund 2,7 Tage aus dem Speicherinhalt allein. Die Beispiel-Dachfläche von 10 × 5 m liefert im Dezember im Mittel rund 6,1 kWh am Tag – mehr als dieser Bedarf, aber nur, wenn der Speicher im Notbetrieb aus der Dachanlage nachladen kann, und nicht an trüben Tagen. Soll auch die Wärmepumpe am Ersatzstrom laufen, braucht sie ein Vielfaches davon – wie viel, rechnet der Notstrom-Rechner für die Wärmepumpe.

Was eine PV-Anlage mit Notstrom- oder Ersatzstromfunktion kostet, hängt von Wechselrichter, Speicher und Umschalteinrichtung ab. Belastbare Preise haben wir nicht erhoben und nennen deshalb keine. Fragen Sie beim Angebot ausdrücklich nach: Hat der Wechselrichter oder der Speicher einen Notstromausgang, wie viel Leistung liefert er dauerhaft, lädt der Speicher im Notbetrieb aus den Modulen nach, und was kostet die Ersatzstrom-Variante im Vergleich?

Ersatzstrom nachrüsten: Was die automatische Umschaltung leistet

Ein Nachrüsten ist möglich, aber es ist kein Zubehör, das man einfach einsteckt. Damit das Haus bei einem Ausfall weiterläuft, muss es vom Netz getrennt werden, bevor die Anlage eigenen Strom aufbaut – diese Umschalteinrichtung ist das eigentliche Bauteil, und sie sitzt in der Hausinstallation. Einbauen darf sie nur ein eingetragenes Installationsunternehmen (§ 13 Abs. 2 NAV); die Anforderungen an eine Ersatzstromeinspeisung beschreibt die Vornorm DIN VDE V 0100-551-2. Eine automatische Umschaltung erspart Ihnen den Gang zum Zählerschrank, mehr nicht: Wie viel Leistung danach zur Verfügung steht, hängt vom Wechselrichter und vom Speicher ab, nicht von der Umschaltung.

Vier Fragen entscheiden, ob das Nachrüsten klein oder groß ausfällt – unsere Liste, keine Herstellerangabe: Ist der vorhandene Wechselrichter überhaupt ersatzstromfähig (im Datenblatt steht dann „Ersatzstrom“, „Backup“ oder „Notstrom“)? Soll das ganze Haus versorgt werden oder nur ein eigener Unterverteiler mit Kühlschrank, Router und Licht? Lädt der Speicher im Notbetrieb aus den Modulen nach? Ohne diese Nachladung ist nach wenigen Stunden Schluss, auch bei Sonne. Und müssen Geräte außen vor bleiben, weil sie die kurze Umschaltpause nicht vertragen? Preise nennen wir dafür nicht, und Umschaltzeiten einzelner Geräte haben wir nicht erhoben – beides steht im Angebot und im Datenblatt.

Für die Größenordnung genügen die Zahlen aus dem Notstrom-Check oben: Kühlschrank, Router und Licht für zwei Personen brauchen samt Eigenverbrauch des Wechselrichters rund 1,5 kWh am Tag, ein Speicher mit 5 kWh reicht dafür rund 2,7 Tage aus dem Speicherinhalt allein. Eine Wärmepumpe spielt in einer anderen Liga – wie viel sie im Ersatzstrombetrieb braucht, rechnet der Notstrom-Rechner für die Wärmepumpe. Wie derselbe Grundsatz beim Balkonkraftwerk aussieht, steht im Beitrag Balkonkraftwerk bei Stromausfall.

Batteriespeicher nachrüsten: Größe, Preis und ob es sich ohne PV lohnt

Für die Größe nennt die Verbraucherzentrale einen Richtwert: etwa 1,5 Kilowattstunden Batteriekapazität pro 1.000 Kilowattstunden Jahresstromverbrauch. Bei kleinen Anlagen kommt eine zweite Regel dazu – die Kapazität in Kilowattstunden soll nicht viel größer sein als die Leistung der Anlage in Kilowatt. Für einen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden im Jahr ergibt die erste Regel rund 5,3 kWh; die zweite bremst hier nicht, weil die Beispielanlage oben mit 6,88 kWp darüber liegt. Was so ein Speicher bei Stromausfall trägt, rechnet der Notstrom-Check oben, sobald Sie die Kilowattstunden im Feld „Speicher in kWh“ eintragen. Größer ist nicht besser: Ein zu großer Speicher ist oft halb oder ganz voll, und dieser hohe Ladezustand beschleunigt nach derselben Quelle die Alterung der Batterie. Mehr Kapazität ist nur dann sinnvoll, wenn der Verbrauch absehbar steigt – oder wenn der Speicher zusätzlich Not- oder Ersatzstrom liefern soll.

Beim Preis rechnet man in Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität. Einschließlich Installation liegen die Preise in Deutschland nach der Verbraucherzentrale etwa zwischen 300 und 700 Euro je Kilowattstunde – und zwar bei Speichern ab 5 kWh; kleinere kosten je Kilowattstunde deutlich mehr. Für die 5,3 kWh aus dem Beispiel sind das rund 1.600 bis 3.700 Euro (unsere Multiplikation, nicht die Zahl eines Angebots). Dazu kommt: Ein Speicher im Paket mit einer neuen PV-Anlage ist tendenziell günstiger als einer ohne, eine Not- oder Ersatzstromfunktion gibt es häufig nur gegen Aufpreis, und die erwartete Lebensdauer liegt bei 10 bis 15 Jahren – deutlich unter der der Module. Preise einzelner Hersteller nennen wir nicht: In unserem Katalog stehen nur die kleinen Balkonspeicher mit eigener Notstromsteckdose aus dem Block oben.

Lässt sich ein Speicher an eine vorhandene PV-Anlage anschließen? Im Grundsatz ja, und die Bauart entscheidet über den Aufwand: AC-gekoppelte Speicher haben ihren eigenen Wechselrichter und lassen sich nach der Verbraucherzentrale bei schon vorhandener Anlage einfacher nachrüsten als DC-gekoppelte, die den Wechselrichter der Anlage mitbenutzen; DC-gekoppelte haben im Schnitt etwas weniger Umwandlungsverluste. Anschließen darf ihn nur ein eingetragenes Installationsunternehmen – dieselbe Vorschrift wie beim Ersatzstrom; außerdem gehört der Speicher ins Marktstammdatenregister. Was ein Speicher leistet und was nicht, ist dabei schnell erzählt – alle vier Angaben stammen aus derselben Quelle: Die Unabhängigkeit vom Stromversorger kann sich in einem typischen Einfamilienhaus mit PV-Anlage von rund 25 bis 30 auf bis zu 70 Prozent erhöhen; 100 Prozent erreicht sie hierzulande nicht, egal wie groß der Speicher ist; Sommerstrom bis zum Winter aufzuheben geht mit einer Batterie nicht; und in einem typischen Haushalt bleiben rund 20 Prozent der eingespeicherten Kilowattstunden als Verluste, Standby-Verbrauch und Schutz vor Tiefentladung auf der Strecke.

Die Frage „AC oder DC“ stellt sich genauso bei einem Balkonkraftwerk statt einer Dachanlage; sie ist dort in einem eigenen Beitrag erklärt: Speicher am Balkonkraftwerk nachrüsten: AC oder DC anschließen.

Und ein Speicher ohne Photovoltaik, der billigen Netzstrom einkauft? Das ist eine Tarif- und keine Dachfrage, und wir haben sie mit den Börsenpreisen der Bundesnetzagentur durchgerechnet: Im Rechner für dynamische Stromtarife steht, was der Handel zwischen billigen und teuren Stunden nach Verlusten, Eigenverbrauch und Verschleiß übrig lässt – und warum das den Speicher allein selten trägt. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Den Vorteil des Solarspitzengesetzes, zwischengespeicherten Strom später zur normalen Vergütung einzuspeisen, gibt es nach der Verbraucherzentrale nur, wenn ausschließlich Strom aus der eigenen Solaranlage eingespeichert wird; und Netzstrom einzuspeichern, um ihn später über die Direktvermarktung zu verkaufen, setzt Festlegungen der Bundesnetzagentur zu Messweise und Vergütung voraus, die noch fehlen. Beides beschreibt das geltende Recht; der EEG-Entwurf 2027 kann das ändern (Abschnitt „EEG 2027“).

EEG 2027: Was der Kabinettsentwurf vom 29.07.2026 ändern würde – Stand 24.10.2026

Entwurf; der Bundestag berät noch; geprüft am 24.10.2026. Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 den Entwurf eines neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2027) beschlossen. Als Drucksache 21/7867 (Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 7. September 2026) liegt er dem Bundestag vor; der Ausschuss für Wirtschaft und Energie hat am 5. Oktober 2026 dazu eine Anhörung durchgeführt. Beschlossen ist nichts: Der Bundestag kann den Text ändern, und die Förderregeln dürfen nach dem Entwurf erst angewandt werden, wenn die Europäische Kommission sie genehmigt hat (§ 104 des Entwurfs). Was hier steht, ist der Drucksache entnommen – es sagt, was der Entwurf vorsieht, nicht was gelten wird.

  • Keine feste Einspeisevergütung mehr für neue Anlagen. Die Drucksache schreibt: „Dafür wird die fixe Einspeisevergütung für Neuanlagen konsequent abgeschafft.“ Neue Anlagen sollen ihren eingespeisten Strom direkt vermarkten; für kleine Anlagen ist zusätzlich ein Direktvermarktungsbonus für vier Jahre vorgesehen.
  • Übergangszahlung. Kleine Anlagen können vorübergehend eine „befristete Übergangszahlung“ erhalten, für höchstens 36 Monate und „unterhalb der vormaligen Einspeisevergütung“. Nach § 53 des Entwurfs liegt sie 1 Cent je Kilowattstunde unter dem jeweils anzulegenden Wert. Was daraus für eine Dachanlage unter 25 kW in Cent folgt, nennen Quellen unterschiedlich – die Höhe ist noch strittig, deshalb nennen wir keine Zahl.
  • Gestaffelt nach dem Jahr der Inbetriebnahme. Die Begründung nennt für 2027 Anlagen unter 50 kW, für 2028 unter 25 kW und für 2029 und 2030 unter 7 kW; wer ab 2031 in Betrieb geht, vermarktet direkt, ohne Übergangszahlung. In Kraft treten soll der Entwurf am 1. Januar 2027.
  • Dauerhafte 50-Prozent-Kappung. Solaranlagen auf, an oder in Gebäuden mit weniger als 100 kW sollen am Netzverknüpfungspunkt dauerhaft höchstens 50 Prozent ihrer installierten Leistung einspeisen dürfen (die Begründung nennt bisher 60 Prozent). Der Zweck laut Drucksache: ein Anreiz, Anlagen gleich mit Speicher zu bauen.
  • Bestandsschutz. Anlagen, die vor dem 1. Januar 2027 in Betrieb genommen wurden, gelten als Bestandsanlagen; für sie soll das bisherige Recht anwendbar bleiben (§ 100 Abs. 1 des Entwurfs). Maßgeblich ist nach unserer Lesart des Wortlauts die Inbetriebnahme, nicht der Kaufvertrag.
  • Balkonkraftwerke. Steckersolargeräte mit bis zu 2 kW Modulleistung und bis zu 800 VA Wechselrichterleistung sind von der 50-Prozent-Kappung ausgenommen, und die Kostenschätzung der Drucksache rechnet sie nicht zu den neu direkt vermarkteten Anlagen. Ein Speicher hinter demselben Wechselrichter zählt zum Steckersolargerät.

Unsere Einordnung (keine Empfehlung): Ob eine Anlage 2026 oder 2027 in Betrieb geht, ändert nach dem Entwurf die Vergütungsregeln – ob Bauen oder Warten für Sie besser ist, sagen wir nicht. Der Text ist nicht beschlossen, und was sich rechnet, hängt auch vom Eigenverbrauch ab: Die Drucksache selbst begründet den Wegfall damit, dass kleine Anlagen oft schon ohne Förderung wirtschaftlich seien, „sofern sie hohe Eigenverbrauchsanteile realisieren können“. Vor einem Kauf lohnt ein Blick in den dann aktuellen Stand; wir prüfen diesen Abschnitt vor jeder Aktualisierung der Seite erneut.

Was der Planer nicht sieht

Das Luftbild zeigt den Umriss von oben, aber nicht die Neigung – die wählen Sie selbst –, keine Schatten von Bäumen, Nachbarhäusern oder Gauben im Lauf des Jahres, nicht den Zustand von Dach und Sparren und nicht, wo Wechselrichter und Zählerschrank Platz finden. Den Randabstand von 0,3 m haben wir angenommen; Mindestabstände etwa zu Brandwänden können sich aus der Landesbauordnung Ihres Bundeslands ergeben und sind hier nicht eingerechnet. Das Ergebnis ist eine Schätzung, wie viele Module physisch passen und was sie im Mittel liefern – die verbindliche Planung macht ein Fachbetrieb vor Ort. Ebenfalls nicht eingerechnet sind die Vergütungsregeln: Der Planer zeigt Fläche, Module und Ertrag, aber keine Einspeisevergütung – und der Entwurf zum EEG 2027 (Abschnitt oben) kann sie für Anlagen ändern, die ab dem 1. Januar 2027 in Betrieb gehen.

Wie viel ein einzelnes Modul im Winter wirklich lädt, zeigt der Solarrechner; alle Werkzeuge finden Sie in der Rechner-Übersicht.

Häufige Fragen

Wie viele Solarmodule passen auf mein Dach?

Das hängt von Größe, Form und Hindernissen ab. Als Faustregel braucht 1 kWp rund 4,5 m² Modulfläche – bei Modulen mit 430 Wp und rund 1,95 m², mit denen wir rechnen. Eine Dachfläche von 10 × 5 m nach Süden trägt mit 0,3 m Randabstand 16 Module mit 6,88 kWp. Genauer rechnet der Planer oben – mit Ihren Maßen oder mit dem Umriss auf dem Luftbild.

Wie viel Dachfläche brauche ich für 10 kWp?

Mit 430-Wp-Modulen sind es 24 Module mit zusammen rund 47 m². Mit Randabstand und Fugen braucht es eine rechteckige Dachfläche ab rund 61 m², wenn sie doppelt so breit wie tief ist – bei ungünstiger Form oder Hindernissen mehr.

Wie viel Strom erzeugt 1 kWp in Deutschland?

Nach PVGIS-Daten liefert 1 kWp bei 35° Neigung nach Süden im Mittel der 14 Städte rund 1.060 kWh im Jahr – zwischen rund 990 kWh in Hamburg und rund 1.140 kWh in München (Modellwerte mit 14 % Systemverlusten). Eine Anlage mit 10 kWp kommt damit auf rund 10.600 kWh im Jahr. Dachflächen nach Osten oder Westen liefern rund 20 % weniger; die Werte je Stadt stehen in der Tabelle im Abschnitt „PV-Ertrag pro kWp berechnen“.

Lohnt sich ein Norddach für Photovoltaik?

Eine Nordseite mit 35° Neigung liefert nach PVGIS rund 47 % weniger als eine Südseite. Je flacher das Dach, desto kleiner der Unterschied – waagerecht liegende Module verlieren gegenüber 35° Süd rund 16 %, egal in welche Richtung. Der Planer zeigt den Ertrag jeder Dachfläche einzeln, sodass Sie vergleichen können.

Funktioniert die PV-Anlage bei Stromausfall?

Eine gewöhnliche netzgekoppelte Anlage nicht – auch bei Sonne nicht. Der Netz- und Anlagenschutz nach VDE-AR-N 4105 trennt sie vom Netz, sobald dort die Spannung fehlt. Strom gibt es dann nur über eine Notstromsteckdose am Speicher oder Wechselrichter oder über eine Ersatzstromlösung für das Haus.

Kann ich Ersatzstrom bei einer bestehenden PV-Anlage nachrüsten?

Im Grundsatz ja, aber nicht als Zubehör zum Selbsteinbau. Nötig ist eine Umschalteinrichtung, die das Haus vom Netz trennt, bevor die Anlage eine eigene Spannung aufbaut; Arbeiten hinter der Hausanschlusssicherung darf nur ein eingetragenes Installationsunternehmen ausführen (§ 13 Abs. 2 NAV), und die Anforderungen beschreibt die Vornorm DIN VDE V 0100-551-2. Wie groß der Aufwand ausfällt, hängt vor allem davon ab, ob Ihr Wechselrichter überhaupt ersatzstromfähig ist und ob das ganze Haus oder nur ein Unterverteiler versorgt werden soll. Preise und Umschaltzeiten haben wir nicht erhoben.

Was ist der Unterschied zwischen Notstrom und Ersatzstrom?

Notstrom kommt aus einer eigenen Steckdose am Gerät; dort schließen Sie einzelne Verbraucher direkt an. Ersatzstrom versorgt das ganze Haus und setzt eine Umschalteinrichtung voraus, die ein Elektrofachbetrieb einbaut (Photovoltaikforum, Grundlagenartikel). Strom über eine Steckdose zurück in die Hausinstallation zu leiten, ist dagegen tabu.

Was kostet eine PV-Anlage mit Notstromfunktion?

Eine belastbare Zahl können wir nicht nennen: Der Aufpreis hängt davon ab, ob Wechselrichter und Speicher einen Notstromausgang schon mitbringen, wie viel Leistung er dauerhaft liefert und ob eine Umschalteinrichtung für Ersatzstrom dazukommt. Lassen Sie sich im Angebot die Varianten ohne Notstrom, mit Notstromsteckdose und mit Ersatzstrom getrennt ausweisen.

Fällt die Einspeisevergütung 2027 weg?

Das sieht der Kabinettsentwurf vor, beschlossen ist es nicht (Stand 24. Oktober 2026; Bundestags-Drucksache 21/7867). Danach wird die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen abgeschafft, neue Anlagen sollen ihren Strom direkt vermarkten, und kleine Anlagen können vorübergehend eine befristete Übergangszahlung bekommen. Anlagen, die vor dem 1. Januar 2027 in Betrieb genommen wurden, gelten als Bestandsanlagen; für sie soll das bisherige Recht anwendbar bleiben. Die Höhe der Übergangszahlung ist noch strittig, deshalb nennen wir keine Zahl. Eine Empfehlung, zu bauen oder zu warten, geben wir nicht.

Speichert der Planer meine Adresse oder mein Dach?

Nein. Ohne Karte verlässt keine Eingabe Ihren Browser. Laden Sie die Karte, geht die gesuchte Adresse über unseren Server an OpenStreetMap (Nominatim) und der auf rund 5 km gerundete Standort an PVGIS; wir speichern weder die Adresse noch den Umriss Ihres Dachs. Das Luftbild lädt Ihr Browser direkt bei Esri. Auf Ihrem Gerät legen wir nichts ab.

Quellen und Annahmen

  • Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission (JRC), PVGIS – Ertrag je Monat, Version 5.3, Datenbank PVGIS-SARAH3, Jahre 2005–2023, 14 % Systemverluste, abgerufen am 26.09.2026. Ohne Karte: Mittel für 14 Städte (35° Süd), umgerechnet mit PVGIS-Werten für Niederdorla (geografischer Mittelpunkt Deutschlands) – eigene Schätzung.
  • OpenStreetMap-Mitwirkende, Nominatim – Adresssuche; Nutzung nach der Nominatim Usage Policy.
  • Esri, Maxar, Earthstar Geographics – Luftbild (World Imagery), erst nach „Karte laden“.
  • VDE FNN, Technische Anschlussregeln Niederspannung – VDE-AR-N 4105, Netz- und Anlagenschutz.
  • § 13 NAV – Arbeiten an der Hausinstallation nur durch eingetragene Installationsunternehmen; § 5 MaStRV – Registrierung „innerhalb eines Monats nach der Inbetriebnahme“ im Marktstammdatenregister.
  • Deutscher Bundestag, Drucksache 21/7867 (Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 7. September 2026, Entwurf eines Gesetzes für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor; abgerufen und gelesen am 24. Oktober 2026) – Abschaffung der festen Einspeisevergütung für Neuanlagen, befristete Übergangszahlung (§§ 21, 25, 53), Kappung auf 50 Prozent (§ 9 Abs. 2b), Steckersolargeräte, Übergangsbestimmungen (§ 100), Genehmigungsvorbehalt (§ 104), Inkrafttreten (Art. 7). Entwurf, nicht beschlossen.
  • Bundesregierung, Kabinett beschließt EEG-Novelle und Netzpaket (Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026, abgerufen am 24. Oktober 2026), und Deutscher Bundestag, Anhörung zu Vorlagen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG 2027 (5. Oktober 2026, abgerufen am 24. Oktober 2026) – Verfahrensstand.
  • Verbraucherzentrale, Lohnen sich Batteriespeicher für Photovoltaik-Anlagen? (Stand 2. Juli 2026, abgerufen am 28. September 2026) – Richtwert 1,5 kWh Kapazität je 1.000 kWh Jahresstromverbrauch und die zweite Regel für kleine Anlagen, 300 bis 700 Euro je Kilowattstunde einschließlich Installation bei Speichern ab 5 kWh, Lebensdauer 10 bis 15 Jahre, AC-gekoppelte Speicher einfacher nachzurüsten, Autarkie von 25 bis 30 auf bis zu 70 Prozent, rund 20 Prozent Verluste, Not- und Ersatzstrom meist gegen Aufpreis, Solarspitzengesetz und fehlende Festlegungen der Bundesnetzagentur zum Einspeichern von Netzstrom. Die Euro-Summe im Text ist unsere Multiplikation dieser Spanne mit der berechneten Speichergröße.
  • Photovoltaikforum, Notstrom, Ersatzstrom oder Inselbetrieb – Begriffe.
  • mitegro eAcademy, Ersatzstromeinspeisung nach DIN VDE V 0100-551-2.
  • Unsere Annahmen: Modul 430 Wp, 1.722 × 1.134 mm; 0,3 m Randabstand, 2 cm Fuge; Notstrom-Bedarf und Reserve wie im Speicher-Rechner. Wie wir rechnen, beschreibt die Methodik.